Apoldaer Straßenfasching wird wegen Corona abgesagt

Apolda.  Apoldaer Straßenfasching abgesagt. Vorstand des Faschingsregionalvereins zeigt sich Uneins, geht es um den Auftakt am 11. November.

Auf solche Bilder, wie sie der Apoldaer Straßenfasching seit über drei Jahrzehnten produziert, müssen wir im kommenden Jahr wegen der Pandemie-Maßnahmen verzichten.

Auf solche Bilder, wie sie der Apoldaer Straßenfasching seit über drei Jahrzehnten produziert, müssen wir im kommenden Jahr wegen der Pandemie-Maßnahmen verzichten.

Foto: Sascha Margon

Nun steht es also fest: Der Apoldaer Straßenfasching, der hätte am 13. Februar stattfinden sollen, fällt ins Wasser oder besser gesagt: Corona zum Opfer. Dass wurde diese Woche hinter verschlossen Türen mit dem Vorstand des Faschingsregionalvereins (FRA) beschlossen und bereits mit der Stadtverwaltung kommuniziert.

Die Auflagen mit Blick auf ein entsprechendes Hygienekonzept für einen Faschingsumzug, so, wie wir ihn kennen, sind finanziell und personell für den FRA und die Akteure nicht zu stemmen, heißt es. Beispielsweise müsste die Laufstrecke in Zonen unterteilt werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden, Zugteilnehmer auf Abstand gehalten oder auch auf Versorgungsstände verzichtet werden. Ein Aufwand, den niemand bewältigen kann. Zumindest darin sind sich alle einig. Zumal bereits mehrer Unterstützer ihre Hilfe für den Umzug in Februar wegen Corona abgesagt haben.

Gleichwohl in puncto Straßenfasching diese Einigkeit herrscht, knirscht es hinter den Kulissen an anderer Stelle. Während einige Vorstandsmitglieder im FRA sich gleichwohl der Entscheidung auch eine Art Ersatzveranstaltung für den Umzug im kleinen Rahmen auf dem Markt vorstellen könnten, soll nun auch die Eröffnung der fünften Jahreszeit mit der traditionellen Schlüsselübergabe vor dem Rathaus offiziell abgesagt werden. Doch genau da scheiden sich die Geister. Der FRA-Vorstand gespalten.

Sollte die offizielle Absage für den 11.11. kommen, haben sich bereits einige Faschingsvereine verständigt, trotz allem eine Eröffnung feiern zu wollen - selbstverständlich unter allen derzeit geltenden Hygieneregeln, heißt es von einem Beteiligten. Deshalb habe man bereits den Topfmarkt ins Auge gefasst, weil an jenem Mittwoch vor dem Rathaus bereits der Wochenmarkt stattfindet und es dort einfach zu eng werden würde.

Wie genau diese Veranstaltung, für die auch die Vereinsbrauerei bereits ihre Unterstützung zugesagt hat, aussehen könnte und ob sich Bürgermeister und Landrätin daran beteiligen werden, steht derzeit noch nicht fest.