Martin Kappel kommentiert die Lage der Ukrainer in Apolda und welche Dinge durch ihre Dankeskundgebung klar werden.

Zwei Dinge sind es, die die Kontakte zu den exilierten Ukrainern mir schlagartig vor Augen führen. Einerseits ist es ihre Heimatlosigkeit. Nicht wirklich obdachlos, jedoch nirgendwo richtig eingewurzelt warten sie auf den Morgen, an dem der Krieg gewonnen ist, und so lange strecken sie sich wie ein umgekippter Baum mit ihren Blättern und Ästen zur Sonne, in Richtung ihres Geburtslandes. Die Falten in den Gesichtern der Großmütter bezeugen es. Zum Spaß ist niemand hierher gekommen.