Bad Berka hat jetzt einen Rastplatz zwischen den Türmen

Landkreis  Das Forstamt Bad Berka hat am Mittwoch entlang des Thüringer Drei-Türme-Weges gleich zwei neue und originelle Sitzgelegenheiten eingeweiht

Eine Wandergruppe aus Weimar testete den Rastplatz am Mittwoch bereits.

Eine Wandergruppe aus Weimar testete den Rastplatz am Mittwoch bereits.

Foto: Jens Lehnert

Im Wald zu arbeiten, bedeutet für die Landesanstalt Thüringenforst dieser Tage zum Glück noch mehr, als nur gegen den Borkenkäfer und Trockenschäden des Sommers anzukämpfen. Das zusätzliche Geld, das das Thüringer Wirtschaftsministerium seit dem Vorjahr in die Pflege der zertifizierten Premium-Wanderrouten im Freistaat investiert, erlaubt es, hier und da am Wegesrand auch etwas Besonderes zu schaffen.

Zwei solcher Besonderheiten übergab am Mittwoch das Forstamt Bad Berka entlang des Thüringer Drei-Türme-Weges seiner Bestimmung. An der 26 Kilometer langen Runde, die den Hainturm im Belvederer Forst, den Paulinenturm auf Bad Berkas Adelsberg und den Carolinenturm auf dem Kötsch miteinander verbindet, entstanden zwei neue Rastplätze – einer zwischen Hetschburg und Buchfart oberhalb des noch erhaltenen Burgwalls der einst hier thronenden Martinskirche, der andere an der Müllershausener Traueresche am Kötsch. Beide Plätze gestaltete der Possendorfer Architekt und Holzbaukünstler Michael Brehme.

Auf geschottertem und zum Teil mit Naturstein eingefasstem Grund findet sich nun jeweils eine massive Sitzgruppe mit einer Tischplatte und integrierten Bänken aus Eichenholz, das aus dem Webicht stammt.

Wenngleich sich ähnliches Mobiliar etwa schon am Rennsteig findet, machen zwei Details die hiesigen Sitzgelegenheiten unverwechselbar. Im stählernenUnterbau der Tischkonstruktion ließ Brehme das Logo des Thüringer Drei-Türme-Weges auslasern. Zudem ersann er für die Bänke eine originelle Form der Lehne. Er verewigte die drei Türme mit ihren Silhouetten und auf einen guten Meter verkleinert.

Die stilisierten Abbilder dienen nicht nur der bequemen Sitzhaltung sondern auch als Wegweiser. Die Bänke sind so ausgerichtet, das die kleinen Türme in Richtung des jeweiligen Originals deuten: bei Hetschburg zum Paulinen- und zum Carolinenturm hin, am Kötsch zum Carolinen- und zum Hainturm.

Von den bis zu zwei Millionen Euro jährlich, die der Freistaat für die Wanderwege mit Zertifikat ausgeben will, erhält das Forstamt Bad Berka etwa 80.000 Euro. Drei hiesigen Routen kommt das zugute: neben dem Türmeweg auch dem Goethewanderweg und dem Bad Berkaer Kneipp-Rundweg. Zumeist werden davon Wegabschnitte befestigt, Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und Sitzgelegenheiten repariert. Doch auch für umfangreichere Vorhaben bleibt Raum. So wird aktuell aus diesem Topf eine Fußgängerbrücke in der Saalborner Senke zum Dambachsgrund komplett erneuert. Und auch auf Michael Brehme warten bereits die nächsten Projekte. Im kommenden Jahr soll er im Auftrag des Thüringenforstes mit Landesmitteln eine Friedwaldhütte auf dem Bad Berkaer Adelsberg sowie zusammen mit dem Blankenhainer Förderzentrum einen „Pavillon der Träume“ auf dem Kötsch gestalten. Noch in diesem Jahr gibt die Stadt Weimar zudem das Geld für eine Wanderhütte nahe der Pfeifferquelle. Auch diese wird die Handschrift des Possendorfers tragen.

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