Bad Berkaer feiern Kneipp-Jubiläum auf der Buga

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Bad Berka.  Trotz Corona hat der Kneippverein Bad Berka in diesem Jahr viel vor.

Im Kneippbecken (Symbolfoto).

Im Kneippbecken (Symbolfoto).

Foto: Peter Ditter

Ungewohnter Auftakt in das Jahresprogramm: Der Kneippverein Bad Berka kann in der Corona-Pandemie nur indirekt den „Tag der Ernährung“ am Sonntag, 7. März, begehen. Vereinsvorsitzender Norbert Naperkowski hat seine Mitglieder sowie die Schulen und Kindergärten, mit denen die Kneipp-Jünger der Kurstadt zusammenarbeiten, zum Mitmachen aufgerufen – gesunde Rezepte ausprobieren, gemeinsames Kochen oder Backen, alles im Rahmen der geltenden Kontaktbeschränkungen. „Mit den Kindergärten werde ich sicher im Vorfeld noch mal telefonieren“, so Naperkowski.

Höhepunkt im Jahreskalender des Vereins ist der 17. Mai: Den 200. Geburtstag des bayerischen Pfarrers und Naturheilkundlers Sebastian Kneipp feiern die Bad Berkaer gemeinsam mit anderen Thüringer Vereinen auf dem Petersberg in Erfurt. Geplant ist ein großer Kneipp-Aktionstag im Rahmen der Bundesgartenschau. Davor absolviert der Kurstadt-Verein aber natürlich noch sein traditionelles „Anwassern“ auf der Kneippanlage am Goethebrunnen. Den genauen Termin Ende März oder Anfang April legt der Vorstand entsprechend der Wetterprognosen erst einige Tage vorher fest.

Mitte bis Ende März sollen mit einem symbolischen Spatenstich auch die Arbeiten an einem „Kneipp-Parcours“ beginnen. Standort ist eine Fläche gegenüber der Adelsberg-Rehaklinik, auf welcher der Verein schon seit Jahren regelmäßig Bäume pflanzt. Der Parcours soll Info-Tafeln zu den fünf Säulen der kneippschen Gesundheitslehre enthalten, dazu Barfußpfad, eine Wiesenstrecke zum Tau- oder Schneetreten, ein Angebot zum „Waldbaden“ sowie eine Holzbohle, auf der historische Maßeinheiten dargestellt sind.

Auch an der Gestaltung eines Pavillons will sich der Verein beteiligen. Dort finden Reha-Patienten, die bei schlechtem Wetter frische Luft schnappen wollen, Schutz oder können in Regalen ihre Schuhe abstellen, wenn sie Barfuß- oder Wiesenpfad nutzen wollen. Das Gesamtprojekt soll rund 6000 Euro kosten. 3500 will die Klinik übernehmen, 1000 die Stadt – den Rest trägt der Verein selbst.