Beratungsangebot zum Schutz vor häuslicher Gewalt

Apolda.  Anlässlich des internationalen Aktionstages „Gegen Gewalt an Frauen“ stellen die regionalen Beratungsstellen ihre Arbeit vor.

Mit einem gemeinsamen Stand machte der Arbeitskreis „Gegen häusliche Gewalt“ am Freitag in der Marktpassage auf sein Angebot aufmerksam.

Mit einem gemeinsamen Stand machte der Arbeitskreis „Gegen häusliche Gewalt“ am Freitag in der Marktpassage auf sein Angebot aufmerksam.

Foto: Sascha Margon

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Es gibt sie immer wieder, die Fälle von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder. Alleine im letzten Jahr nahmen laut Frauen- und Familienzentrum (FFZ) in Apolda und dem Weimarer Land 14 Frauen und zehn Kinder aus diesem Grund eine Nothilfewohnung in der Glockenstadt in Anspruch.

Ausgestattet mit einem Schlafzimmer samt Kinderbett und einem Kinderzimmer bietet die geschützte Unterkunft Platz für vier Personen. Unterstützung erhalten die Betroffenen aber nicht nur durch das Dach über dem Kopf, sondern auch finanziell kann ihnen unter die Arme gegriffen werden. Dafür steht ein Nothilfefond des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt zur Verfügung, der in dererlei Situationen für schnelle finanzielle Hilfe sorgt.

Auch sonst werden die Frauen und Kinder nicht alleine gelassen, dafür stehen, neben der Beratungsstelle des FFZ unter der Trägerschaft des Diakoniewerkes Apolda, weitere Ansprechpartner in Stadt, Landkreis und Freistaat zur Verfügung. Darunter auch die Interventionsstelle Erfurt oder das Projekt Orange, dass sich ausschließlich um von Gewalt betroffene Männer kümmert.

Die vier Partner haben in der letzten Woche in Apolda gemeinsam mit einem Stand auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht. Wie es aus der Beratungsstelle im Mehrgenerationenhaus heißt, liegen die Fälle meist sehr unterschiedlich. Während einige Betroffene bereits nach Tagen wieder in ihr häusliches Umfeld zurückkehren, bleibt manchen ein wochenlanges Ausharren nicht erspart. Neben der Polizei sind zudem das Jugendamt oder das Familiengericht mit involviert. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle im FFZ nehmen die Betroffenen, wenn gewünscht, an die Hand, geben Ratschläge und unterstützen bei den Formalitäten.

Mitunter bahnen sich derartige Fälle von häuslicher Gewalt meist lange vorher an. Auch hier hilft die Beratungsstelle, Situationen schon im Vorfeld möglichst zu deeskalieren, auch wenn dies von den Betroffenen nicht in jedem Fall angenommen wird.

Die Beratungsstelle im Mehrgenerationenhaus ist Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Ein 24-Stunden-Nottelefon für Apolda und das Weimarer Land ist unter der Telefonnummer 0800/5767676 erreichbar.

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