Digitale Verwaltung hält Einzug in der Ilmtal-Weinstraße

Ilmtal-Weinstraße.  Ein erster Schritt zur digitalen Verwaltung wurde diese Woche gegangen. An dem beteiligt sich auch Verwaltung der Ilmtal-Weinstraße.

Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger 24-Stunden und sieben Tage die Woche Behördenanliegen in der digitalen Welt erledigen können.

Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger 24-Stunden und sieben Tage die Woche Behördenanliegen in der digitalen Welt erledigen können.

Foto: Sascha Margon

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Es ist ein erster Schritt in Richtung digitale Verwaltung, den die Gemeinde Ilmtal-Weinstraße und mit ihr rund 130 Kommunen in Thüringen seit dieser Woche gehen will. Denn seit Mittwoch können Dokumente – vorerst nur Rechnungen – per elektronischer Post an Ämter versandt werden. Seit längerem wird dieser Schritt durch den Freistaat nun schon vorbereitet. Mit ins Boot geholt hat sich dieser den Gemeinde- und Städtebund sowie das kommunale Rechenzentrum und Anbieter der Technik, die KIV Thüringen GmbH in Gotha. Damit wollte man einer kompakten und einfachen Lösung Rechnung tragen und den Kommunen den Einstieg erleichtern bzw. ihnen Individuallösungen ersparen. Die Kommunen können nun ohne großen Pflege- und Zeitaufwand das neue Angebot nutzten. Wer das neue System nutzten kann, erklärt Ronny Funk von der Verwaltung: „Es handelt sich hier um eine zentrale Plattform für Rechnungseingänge“. Firmen, die per Rechnung Forderungen an Kommunen haben, können diese mit Angabe der Kommunen-ID (Identifikationsnummer) nun per elektronischer Post versenden. Der Vorteil liegt vor allem darin begründet, dass die Kommunen keine eigenen Lösung für die Ablage und Registrierung dieser Unterlagen benötigen, weil die Dokumente manipulationssicher zentral gespeichert werden und jederzeit abrufbar sind. Zudem können so gleichzeitig die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren und der Schutz der Dokument, beispielsweise vor Brand oder Wasserschäden, sichergestellt werden. Um auch dem Datenschutz Rechnung zu tragen, werden die Dokumente von Gotha aus an die einzelnen Kommunen verschlüsselt übertragen. Dieser erste Schritt ist dabei nur eine Vorstufe für die für 2023 geplante komplette Digitalisierung aller Behördengänge, wenngleich diese parallel auch weiterhin vor Ort möglich sein sollen, gerade im Sinne älterer Menschen, die mit digitaler Technik nichts am Hut haben. Für alle anderen wird es dann die Möglichkeit geben, 24 Stunden am Tag seine Amtsgeschäfte zu erledigen.

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