Ein Treffen mit dem Papst inklusive

Apolda/Rom.  Petersdom, Sixtinische Kapelle oder die Domitilla-Katakomben gehörten ebenso zum Programm, wie die Spanische Treppe oder das Forum Romanum.

Insgesamt 36 Teilnehmer schlossen sich der Reise in die Ewige Stadt Rom an.

Insgesamt 36 Teilnehmer schlossen sich der Reise in die Ewige Stadt Rom an.

Foto: Daniel Pomm

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Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, heißt es sprichwörtlich. Genau so geht es auch den 36 Apoldaer Teilnehmern der ersten ökumenischen Pilgerreise, die Anfang des Monats Mitglieder der katholischen und evangelisch/lutherischen Kirchgemeinden in die ewige Stadt, nach Rom, führte.

Die Idee dazu wurde bereits 2017 geboren. Im Jahr der Landesgartenschau hatten die beiden Kirchgemeinden mit Gottes Gartenhaus gemeinsam einen Standort auf dem Gelände in der Herressener Promenade angeboten. Zum Abschluss wurden damals schon weitere gemeinsame Aktivitäten geplant. Dass am Ende die Idee mit der Pilgerreise nach Rom umgesetzt wurde, war für alle ein echtes Erlebnis. Schließlich, so Daniel Pomm, vereinen sich in der ewigen Stadt beispielsweise mit dem Vatikan nicht nur Pilgerstätten für Katholiken, auch Martin Luther kam einst als Mönch hierher. Und genau auf diese Spuren begab sich die Apoldaer Reisegruppe. „Wir waren wirklich sehr viel zu Fuß unterwegs, haben unwahrscheinlich viel entdeckt und gesehen – gleichzeitig eine Menge Erfahrungen gesammelt“, berichtet Diakon Daniel Pomm nach der Rückkehr.

Auch wenn die Gruppe zweimal in einen ordentlichen Regenguss geraten ist, trübte dies zu keiner Zeit die Stimmung.

Als erste Station auf ihrer Entdeckungstour stand die Besichtigung des Petersdoms. In den Morgenstunden startete das Tagesprogramm mit einer heiligen Messe in der Nekropole, jener römischen Begräbnisstätte direkt unter den Vatikanischen Grotten des Petersdoms, in der sich mutmaßlich das Grab es Apostels Petrus befinden soll und die erst seit den 1950er Jahren wieder zugänglich ist. Im Anschluss durften die Glockenstädter das gewaltige Bauwerk entdecken, einige nutzten die Chance von der Kuppel des Domes einen Blick über Rom zu genießen. Später bekam die Reisegesellschaft auch noch eine eigene Führung durch den Petersdom. Mit zu den Höhepunkten der Besichtigung gehörte der Besuch der Sixtinischen Kapelle, der Vatikanischen Gärten und Museen oder des deutschen Friedhofs in den Mauern des Vatikanstaates. Trotz eines vollgepackten Tagesprogramms machten sich an den Abenden die Apoldaer auf den Weg Rom bei Nacht zu entdecken. Als unvergesslich bleibt der Besuch der deutsch/evangelischen Kirche in Rom in Erinnerung, wo man gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst feierte und einen Vortrag über die christliche Gemeinde anhörte. Im Anschluss erlebten die Apoldaer eine eindrucksvolle Führung durch die Domitilla-Katakomben, die mit 15 Kilometer langen Gängen zu den größten ihrer Art in Rom zählen und auch wegen ihrer zahllosen Gemälde und Bilder die Gruppe beeindruckte. Schon jetzt steht fest, dass man eine solche ökumenische Reise wiederholen möchte, wenngleich mit einem anderen Ziel.

Übrigens, dass sich der fünftägige Trip kurz vor der Abreise unfreiwillig um einen Tag verlängerte, hatten die Apoldaer einem Flugstreik zu verdanken. Wie Daniel Pomm erklärt, kam das allerdings sehr gelegen, so konnte sich die Gruppe Dank bezahlter Übernachtung in einem Vier-Sterne-Hotel am Flughafen von den Strapazen noch einmal richtig erholen, bevor es per Flieger zurück nach Deutschland ging.

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