Erfurter Bahn würde sich auch erneut für Pfeffi-Bahn bewerben

Erfurt/Bad Sulza.  Privatunternehmen Erfurter Bahn wirbt zudem für Erweiterung des Angebots auf der Pfefferminzbahn zwischen Sömmerda und Jena.

Ende 2017 übernahm die Erfurter Bahn die Leistungen auf der Pfefferminzbahn: CDU-Politiker Christian Carius (links) und Michael Hecht, Geschäftsführer der Erfurter Bahn, enthüllen anlässlich des Fahrplanwechsels 2017/2018 den Schriftzug am Triebfahrzeug.

Ende 2017 übernahm die Erfurter Bahn die Leistungen auf der Pfefferminzbahn: CDU-Politiker Christian Carius (links) und Michael Hecht, Geschäftsführer der Erfurter Bahn, enthüllen anlässlich des Fahrplanwechsels 2017/2018 den Schriftzug am Triebfahrzeug.

Foto: Ina Renke

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Mit einem überraschenden Bekenntnis hat das Privatunternehmen Erfurter Bahn (EB) für den Erhalt und den Ausbau des Verkehrsangebotes auf der Pfefferminzbahn geworben. Am Montag äußerte sich Thomas Grewing, Eisenbahnbetriebsleiter der Erfurter Bahn, entsprechend in Bad Sulza. Dort wurde im Conference Center der Toskana Therme eine wissenschaftliche Arbeit zur Potenzial-Analyse der Nebenbahn öffentlich vorgestellt.

„Wir sind seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 mit der Pfefferminzbahn eng verbandelt“, erklärt Thomas Grewing dazu am Mittwoch. Das Unternehmen habe sich damals um die Strecke beworben und den Zuschlag vom Land erhalten – bis zum neuen Fahrplan 2017/18 wurden die Leistungen bei der Deutschen Bahn bestellt.

Pfefferminzbahn braucht Verkehrskonzept, damit Angebot auch für Nachfrage sorgt

„Als Verkehrsunternehmen können wir uns vorstellen, dass wir über Buttstädt hinaus bis nach Großheringen oder sogar Jena Verkehre anbieten“, so Thomas Grewing. Eine Stichstrecke wie aktuell Sömmerda–Buttstädt habe wenig Reiz. Attraktiver wäre ein Angebot, dass die Linien durch Sömmerda mit denen an der Saalbahn verbinde. „So könnten vielleicht auch Durchgangsfahrer gewonnen werden. Natürlich hat aber das Land über die Bestellung das Sagen und muss für sich abwägen“, führt der Eisenbahnbetriebsleiter aus.

Dem künftigen Wettbewerb würde sich die Erfurter Bahn jedenfalls gerne stellen, lässt Thomas Grewing wissen. So trage der Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle nicht umsonst neben dem EB-Logo auch einen extra Schriftzug für die Pfefferminzbahn: „Wir identifizieren uns mit der Region.“

Für eine Direktverbindung zwischen Sömmerda und Jena spreche laut dem Fachmann der EB eine Erfahrung die das Unternehmen zwischen Pößneck und Jena gemacht habe. Früher gab es hier eine Verbindung mit Umstieg in Orlamünde. Seit dieser weggefallen ist und die Verbindung für Pendler attraktiver geworden sei, habe sich die Nachfrage in etwa verdoppelt. Thomas Grewing plädiert daher für eine angebotsorientierte Gestaltung von Fahrplänen, die in der Folge erst die Nachfrage schaffen.

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