Es kommt Bewegung in den Immobilienmarkt der Landgemeinde

Ilmtal-Weinstraße.  Neues Baulückenkataster der Ilmtal-Weinstraße wird bereits gut angenommen. In Pfiffelbach könnten zudem bald neue Einfamilienhäuser entstehen

Seit 2012 ist das Areal „Am Gasselberge“ in Pfiffelbach (linker Bildausschnitt) im Flächennutzungsplan zur Wohnbebauung ausgewiesen. Nun scheint nach Jahren erste Bewegung in dieses Vorhaben zu kommen.

Seit 2012 ist das Areal „Am Gasselberge“ in Pfiffelbach (linker Bildausschnitt) im Flächennutzungsplan zur Wohnbebauung ausgewiesen. Nun scheint nach Jahren erste Bewegung in dieses Vorhaben zu kommen.

Foto: Sascha Margon

Im Bemühen um eine schnelle und unkomplizierte Vermittlung von Immobilien sowie Grund und Boden hatte die Verwaltung der Ilmtal-Weinstraße unlängst mit der Veröffentlichung eines Baulückenkatasters begonnen (diese Zeitung berichtete). Zeitgleich nutzt die Landgemeinde das sogenannte FLOO (Thüringen-Flächenmanagementtool) als Plattform.

Darin zu finden ist seit Kurzem auch eine Immobilie in Willerstedt. Das knapp 1400 Quadratmeter große Grundstück mit mehreren Gebäuden soll demnächst an den Mann oder die Frau gebracht werden. Weil sich nach dem Tod des letzten Besitzer 2014 trotz intensiver Recherche keine Erben finden ließen, springt nun die Gemeinde als Erbenvertreter ein. Dabei geht es in erster Linie um eine Revitalisierung der Fläche, die vor dem Verfall bewahrt werden soll, denn der Erlös aus dem Verkauf kommt vorerst nicht der Gemeinde zugute, sondern wird für mehrere Jahrzehnte beim Amtsgericht geparkt, für den Fall, es melden sich doch noch Erben.

Auf Bewegung hofft die Landgemeinde derzeit auch im Fall des Wohnbaugebietes Am Gasselberge in Pfiffelbach. Das ist mit dem Flächennutzungsplan seit 2012 für die Wohnbebauung vorgesehen. Allein in den vergangenen Jahren hatte sich keiner der Grundstücksbesitzer zu einem Verkauf durchringen können. Nun scheint es aber doch einen zu geben, der sein Flächen veräußern möchte und damit eine Initialzündung für das gesamte Areal geben könnte. Laut Verwaltung habe man mit einem dafür beauftragten Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft bereits Kontakt hergestellt. Derzeit laufen die üblichen Anfragen an die Träger öffentlicher Belange, Behörden, Ämter und Entsorgungsunternehmen, die die einzelnen Anforderungen zur Erschließung im Vorfeld benennen müssen.

Im Laufe der nächsten Woche rechnet die Verwaltung damit, dass alle Rückantworten eingegangen sein werden, um dann das weitere Vorgehen Schritt für Schritt in Angriff zu nehmen.