Faschingsfreunde Gramont zünden erste Gags in Jubelsession

Oberndorf.  15. Session für die Faschingsfreunde Gramont (FFG) mit Auftaktveranstaltung in Oberndorf. 200 Gäste erleben rührende Momente und heitere Stunden.

Startschuss für den FFG-Faschingsauftakt am Samstagabend mit versammelter Mannschaft und auf der Bühne und einer Salve aus der Konfetti-Kanone.

Startschuss für den FFG-Faschingsauftakt am Samstagabend mit versammelter Mannschaft und auf der Bühne und einer Salve aus der Konfetti-Kanone.

Foto: Martin Kappel

Dass man ohne vorgewärmtes Zwerchfell nicht zu einer Faschingsveranstaltung gehen sollte, weil sonst eine Muskelzerrung droht – das ist kein Geheimnis. Dass aber auch viele rührende und Gänsehaut-Momente eine Auftaktveranstaltung begleiteten, dass war am Samstagabend bei den Faschingsfreunden Gramont (FFG) gleich mehreren Ursachen geschuldet – oder kurz gesagt: der Zeit.

So gab es auf dem Saal in Oberndorf dann auch gleich mehrere gute Gründe, um zurückzublicken und inne zu halten. Wohl der wichtigste? Na klar, das 15. Sessionsjubiläum der knallig Orangen. Mit einem kleinem Filmchen mit Momenten der letzten anderthalb Dekaden auf der Leinwand startete diese Auftaktveranstaltung mit einem Hauch charmanter Nostalgie.

Nicht nur den treuen Stammgästen der FFG-Veranstaltungen – die gestrige eingerechnet sind das nun schon 43 an der Zahl – dankte eine sichtlich gerührte Präsidentin Petra Macher. Auch dem Verein, der sie nun schon seit 2011 „ertragen müsse“, fühle sie sich stark verbunden. Aus der letzten Reihe, nämlich als Hilfe in der Küche, und auch nicht als Mitglied der ersten Stunde war sie zu den Faschingsfreunden gekommen. Mit 95 Mitgliedern zwischen 5 und 83 Jahren hatte die FFG-Präsidentin allen Grund zur Freude. Und noch ein Rückblick sorgte unter dem Einsatz von Feuerzeugen und Handy-Leuchten für Gänsehaut. Anlässlich 30 Jahren Mauerfall stimmte Patrick „Ditsche“ Dittombée den Westernhagen-Klassiker „Freiheit“ an.

Einen nicht ganz so weiten Rückblick unternahm indes Daniel Kindermann, der in seiner Rolle als „Penner Paul“ wieder in gewohnt bissiger Manier für politisches Kabarett sorgte. Mit seine neuer Bütt legte er zum Zeitpunkt der Kommunalwahl los und stellte sich angesichts des „Facebookschwachsinns“ von „Simon Geistlos“ die Frage, wie ein „geistig unterbewaffneter Wicht“ zu einem solchen Wahlergebnis kommen konnte.

Hinsichtlich der Landtagswahl bilanzierte „Penner Paul“ gar eine breite Verlierer-Zone zwischen „Fürst Ramelow“ und dem „Flügel Adolf“. Das Wahlergebnis sei eine Quittierung des Wählers für die Entfremdung im politischen Berlin. Vor 100 Jahren habe es genauso angefangen.

Neben „Fridays for Future“ bekam natürlich auch diese Zeitung ihr Fett weg. So spielte der Büttenredner auf die unpopuläre Entscheidung des Verlages an, den Lokalsport einzudampfen. Was interessiere den Apoldaer etwa wie Traktor Teichel gespielt habe, fragte er.

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