Fast eine halbe Million Euro für den Tourismus in Bad Sulza

Bad Sulza.  Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee übergibt Förderbescheid über 447.380,45 Euro für Neugestaltung der Tourist-Information in Bad Sulza.

Für die Neugestaltung der Tourist-Information im historischen Inhalatorium in Bad Sulza ist am selben Ort am Donnerstagmorgen der Förderbescheid über 447.380,45 Euro an Landesmitteln übergeben worden. Dies sorgte für strahlende Gesichter bei Lydia Langer-Hälke (Vorsitzende des Kurort- und Ortschaftsentwicklungsausschusses), Kurdirektorin Melanie Kornhaas, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze, Amtsleiter Jörg Hammer und Ortschaftsbürgermeister Dieter Kranich (v.l.).

Für die Neugestaltung der Tourist-Information im historischen Inhalatorium in Bad Sulza ist am selben Ort am Donnerstagmorgen der Förderbescheid über 447.380,45 Euro an Landesmitteln übergeben worden. Dies sorgte für strahlende Gesichter bei Lydia Langer-Hälke (Vorsitzende des Kurort- und Ortschaftsentwicklungsausschusses), Kurdirektorin Melanie Kornhaas, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze, Amtsleiter Jörg Hammer und Ortschaftsbürgermeister Dieter Kranich (v.l.).

Foto: Martin Kappel

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Vom Schmuddelwetter draußen ließ sich am Donnerstagmorgen die Runde in der Tourist-Information ihre Laune nicht verderben – und das aus einem gutem Grund: Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee besuchte nämlich das historische Inhalatorium, um dort einen Förderbescheid über eine sechsstellige Summe zu übergeben. Genau 447.380 Euro und 45 Cent überweist der Freistaat an die Landgemeinde Stadt Bad Sulza, damit diese den Tourismus in der Kernstadt zusätzlich befördern kann.

Die Mittel sollen zweckgebunden für die Neueinrichtung der Tourist-Information ausgegeben werden (diese Zeitung berichtete). Inklusive Eigenanteil der Landgemeinde rechnet man für den Umbau insgesamt mit knapp 621.000 Euro.

Alte Tourist-Information kann mit Attraktivität der Toskana des Ostens nicht mithalten

Wolfgang Tiefensee, der für die Kurorte des Landes und damit auch für Bad Sulza bekanntermaßen große Sympathien hegt, verdeutlicht die Notwendigkeit des Vorhabens. So sei die Region landschaftlich einmalig, das Klima nahezu mediterran und gedeihe der Wein prächtig. Wer unter diesem Eindruck die Tourist-Information in der Kurstadt betrete, der finde das bisherige Angebot „überschaubar“, wie es der Minister diplomatisch formulierte. „Wir müssen auf die Bedürfnisse des Tourismus reagieren“, erklärte der SPD-Politiker und verwies darauf, dass auch an anderen Orten im Freistaat die Informationseinrichtungen für Urlauber und Gäste auf den neuesten Stand gebracht würden.

Was die Tourist-Info in Bad Sulza anbelangt, ist der entstandene Muff bereits mehr als 20 Jahre alt. In den Jahren 1998 und 1999 habe die Einrichtung letztmalig einen Umbau und damit eine größere Kur erhalten.

Vollständige Umgestaltung des Innenlebens vom historischen Inhalatorium in Bad Sulza

Künftig sollen die Themen Sole–Salz–Wein in separierten Bereichen im historischen Inhalatorium vorgestellt und dem Besucher präsentiert werden. Dabei sollen allerlei digitale und interaktive Mittel zum Einsatz kommen. So soll es etwa in der „Weinnische“ ein Regal mit Flaschen geben. An deren Boden ist ein Chip angebracht. Stelle man diese Flasche auf den Tisch, erkenne dieser das Gefäß automatisch. Über einen Bildschirm würden dann Hintergrundinformationen zur Sorte und zur genauen Weinlage gegeben und auch darüber, zu welchen Speisen der edle Tropfen passt, erklärt Kurdirektorin Melanie Kornhaas.

Der Umbau könnte frühestens im Mai beginnen. Bereits Ende März oder Anfang April soll dafür die Tourist-Info in den ehemaligen Schreibwarenladen neben dem Gasthaus Stadt Bad Sulza umziehen. Klappen die Vergaben und finden sich die nötigen Handwerker, könnte das Projekt eventuell bereits im Oktober umgesetzt sein.

Kurstadt-Besucher erhalten rund um die Uhr Informationen via Touchscreen

In jedem Fall sollen nach dem Umbau die Kurgäste, Urlauber oder Rehabilitanden rund um die Uhr mit Informationen versorgt werden. So wird es am Eingang der Tourist-Information einen Touchscreen geben, der 24 Stunden am Tag bedient werden kann. Neben Auskünften zu Veranstaltungen sollen dabei auch Buchungsinformationen für Unterkünfte oder Öffnungszeiten von Restaurants abgefragt werden können. Eine Vernetzung zur Thüringer Tourismusdatenbank (ThüCAT) ist dafür notwendig. Mittelfristig sollen aber nicht nur Angebote etwa aus dem Weimarer Land, sondern auch aus der benachbarten Saale-Unstrut-Regionen integriert werden.

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