"Unfähigkeit oder Faulheit?": Feuerwehr muss wegen umgefallenem Bäumchen ausrücken

Niederroßla.  Ein Einsatz wegen des Sturms „Yulia“ im Weimarer Land sorgt für einiges Stirnrunzeln bei der Feuerwehr.

Ein Einsatz wegen des Sturmes „Yulia“ im Weimarer Land sorgt für einiges Stirnrunzeln bei der Feuerwehr.

Ein Einsatz wegen des Sturmes „Yulia“ im Weimarer Land sorgt für einiges Stirnrunzeln bei der Feuerwehr.

Foto: Feuerwehr Niederroßla

Der Sturm „Yulia“ sorgte am Wochenende nicht nur für ausgefallene Karnevalsumzüge, sondern auch für mehrere Feuerwehreinsätze, weil wieder Bäume auf Straßen fielen. So hatten etwa in Steinach mehrere umgefallene Bäume die Straße zur Skiarena Silbersattel blockiert. Auch die Straße zwischen Masserberg und Kahlert musste wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auf der B 88 stürzte laut Polizei zwischen Engelsbach und Catterfeld (Kreis Gotha) ein Ast auf einen Skoda. In Nordhausen drückte der Sturm einen Autofahrer in den Straßengraben.

Ebenso rückten im Weimarer Land zwei Fahrzeugbesatzungen der Freiwilligen Feuerwehren Niederroßla und Mattstedt aus, um zwischen Niederroßla und Zottelstedt am Sonntag eine Straße zu beräumen. Doch vor Ort stellte sich heraus, dass es sich bei dem umgestürzten Baum allenfalls um ein kleines Bäumchen handelte.

Jens Vogel von der Feuerwehr Niederroßla zeigte in der Facebook-Gruppe Weil wir in Niederroßla wohnen seinen deutlichen Unmut darüber, dass mancher lieber die Rettungskräfte bemühe, statt selbst anzupacken: „Zeugt es von Unfähigkeit, Hilflosigkeit oder Faulheit, wenn man selbst nicht in der Lage ist, kleine Sachen anzupacken oder zu bereinigen?“ fragt er bei Facebook - ergänzt aber auch, dass es immer gut ist, wenn Bürger „auf andere aufpassen und Rettungskräfte alarmieren, falls Bedarf besteht.“

Wäre es nicht besser gewesen, wenn statt einer Alarmierung derjenige das Hindernis einfach selbst aufgehoben und zur Seite geschoben hätte, fragt er schließlich kopfschüttelnd.