Gasnetzausbau im Ortsteil Utenbach verzögert sich

Utenbach.  Rund vier Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt derzeit die Gas-Erschließung im Apoldaer Ortsteil Utenbach zurück.

Nach wie vor gebaut wird in der Unteren Siedlung in Utenbach. Das Gasnetz der Energieversorgung wird erweitert.

Nach wie vor gebaut wird in der Unteren Siedlung in Utenbach. Das Gasnetz der Energieversorgung wird erweitert.

Foto: Dirk Lorenz Bauer

Dass es mit der weiteren Gaserschließung des Apoldaer Ortsteils Utenbach in den vergangenen Wochen nicht so recht vorangeht, diesen Eindruck hat derzeit manch Utenbacher. Unsere Zeitung fragte deshalb bei der Energieversorgung Apolda (eva) nach und erfuhr von Geschäftsführerin Sandra Proft, dass es tatsächlich Verzögerungen gibt. Rund vier Wochen sei man entgegen der Planung im Verzug. Es handele sich eben um eine komplexe Baustelle, so dass die Bauarbeiter auch angesichts von teils Unvorhersehbarem nicht so zügig vorankämen wie erhofft.

Derzeit ist die Gaserschließung der Unteren Siedlung von Utenbach in vollem Gange. Es handelt sich um einen von drei Bauabschnitten. Auf die Frage, wann die Energieversorgung nun mit der Fertigstellung der Unteren Siedlung und damit des ersten Bauabschnitts rechnet, sagte Proft nach Rücksprache mit Gasmeister Michael Lappe, dass es voraussichtlich Anfang Dezember sein wird. Es sei denn, die Witterung verschlechtert sich.

Im kommenden Jahr würde im zweiten Bauabschnitt unter anderem mit der Erschließung der Kösnitzer Straße fortgesetzt, so Proft. Im dritten Abschnitt würden dann Restarbeiten erledigt. Dass sich diese bis 2022 hinziehen könnten, könne sie nicht ausschließen.

Zum Hintergrund: Die Gaserschließung von Utenbach stellt eines der Großprojekte des Energieversorgers dar – es gibt im Dorf nachweisbar einen Bedarf. Im Grunde ist im Ortsteil aber seit Mitte der 1990er-Jahre nur die Obere Siedlung ans Gasnetz angeschlossen. Der Anschlussgrad soll sukzessive erhöht werden.

Der Beginn der Arbeiten sollte bereits 2019 erfolgen. Allerdings hatte es im Vorfeld einen erhöhten Abstimmungsbedarf bei den an der Maßnahme beteiligten Partnern gegeben, so dass der Startschuss erst 2020 erfolgte. So sind neben der Energieversorgung auch das Straßenbauamt Mittelthüringen und die Wasser GmbH involviert.

Allein 2020 werden über 300.000 Euro in den Gasnetzausbau in Utenbach investiert. Insgesamt werden es am Ende über 600.000 Euro sein.

Ursprünglich war vorgesehen, bis Ende 2020 die Arbeiten bis in die untere Camburger Straße sowie in die Kösnitzer Straße bis Höhe Wasserberg voranzutreiben. Dass das noch klappt, danach sieht es aktuell nicht aus.