Großes Flugplatzfest in Schöngleina

Schöngleina  Zum 60-jährigen Jubiläum des Verkehrslandeplatzes werden spektakuläre Kunst- und Formationsflüge gezeigt.

Die Piloten der „P3 Flyers“ aus der Schweiz werden zum Flugplatzfest am 24. und 25. August auf dem Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina ungewöhnliche Formationsflüge zeigen.

Die Piloten der „P3 Flyers“ aus der Schweiz werden zum Flugplatzfest am 24. und 25. August auf dem Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina ungewöhnliche Formationsflüge zeigen.

Foto: Mathias Kirsch

Normalerweise ist Wolfgang Kuhnert, ehemaliger Kampfpilot, langjähriger Kapitän an Bord von Linienflugzeugen und seit mehreren Jahren Geschäftsführer des Verkehrslandeplatzes Jena-Schöngleina, nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Wenn man ihn allerdings in diesen Tagen auf das bevorstehende Flugplatzjubiläum am 24. und 25. August in Schöngleina anspricht, gerät Kuhnert schon mal ins Schwärmen.

„So ein Flugplatzfest hat es in den vergangenen 10 bis 15 Jahren nicht mehr gegeben“, verweist der Geschäftsführer auf ein prall gefülltes zweitägiges Programm, das vollgestopft mit außergewöhnlichen Kunst- und Formationsflügen ist und bei dem zudem die Besucher an beiden Tagen jeweils ab 9 bis 18 Uhr mehrfach die Gelegenheit haben, sich die Region aus unterschiedlichsten Fluggeräten bei Rundflügen aus der Luft anzuschauen.

Die spektakulärste Show bei den Feierlichkeiten zum 60-jäherigen Bestehen des Verkehrslandeplatzes Jena-Schöngleina werden wohl die Schweizer Piloten der „P3 Flyers“ in Viererformation am Himmel zeigen. Die Formation erhielt im Jahr 2003 die offizielle Zulassung, die P-3 auf Flugschauen in Formation und Kunstflug vorzuführen, seither bringen die Piloten die Zuschauer auf großen, aber auch kleineren Flugplatzfesten immer wieder ins Erstaunen.

Darüber hinaus wird auch eine Extrem-Kunstflug-Vorführung gezeigt, bei der der Pilot mit seiner Maschine in niedriger Höhe über Start- und Landepiste donnert. In der Luft zu sehen sein werden auch eine Christian Eagle II, ein Doppeldecker, sowie andere Flugzeugtypen.

„Vielleicht kann sich der eine oder andere Besucher des Flugplatzfestes ja noch an die sogenannten ‚Mistbomber‘ erinnern. Eine Z 37, die häufig als Agrarflugzeug zu DDR-Zeiten zum Einsatz kam, ist ebenfalls in Schöngleina vor Ort, wer möchte kann mit dem Flugzeug einen Rundflug über der Region unternehmen. Keine Angst, im Dünger-Vorratsbehälter muss niemand Platz nehmen, hier handelt es sich um eine Schulungsmaschine.“

Rundflüge für die Fest-Besucher sind unter anderem aber auch in einer Antonow 2, mit über 18 Metern Spannweite der größte Doppeldecker der Welt, zum Fest möglich. Die An-2 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der UdSSR entwickelt und wird sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke bis heute genutzt. Mit ihrer großen Flügelfläche ist die An-2 für Langsamflug und extrem kurze Start- und Landerollstrecken ausgelegt; das Fahrwerk erlaubt Starten und Landen auf unbefestigten Flächen.

Darüber hinaus sind Flüge mit einem Segelflieger möglich, Tandem-Fallschirmsprünge oder Ausflüge mit einem Feuerwehr-Gyrocopter.

Froh ist Wolfgang Kuhnert, dass er mit den Stadtwerken Jena-Pößneck einen überaus starken Hauptsponsor für das Fest finden konnte und mit der Agentur Idecon aus Leipzig ein Unternehmen, das über langjährige Erfahrungen bei der Organisation von Flugveranstaltungen dieser Größenordnung verfügt.

„Ohne diese Partner hätten wir das Jubiläumsfest in dieser Größenordnung nicht vorbereiten können.“ Aber auch den Mitglieder des Fliegerclub Carl Zeiss Jena, vom Fallschirmsportspringerclub „Thuringia“ und den Mitarbeitern der ebenfalls auf dem Verkehrslandeplatz ansässigen Landessegelflugschule zollt der Geschäftsführer Respekt.

„Alle Institutionen werden mit vor Ort sein, Fliegerklub-Chronist Ulf Wackernagel hat mit vielen Mitstreitern eine Broschüre über die Geschichte des Landeplatzes erstellt, die sicherlich beim Jubiläum erhältlich sein wird.“

Kuhnert rechnet mit tausenden Gästen, die am 24. und 25. August nach Schöngleina kommen werden. „Eine solche Veranstaltung, in der über ein Jahr Vorbereitungszeit steckt, bekommt man in unserer Region kein zweites Mal geboten. Ich kann jedem, der Interesse an der Fliegerei und an Flugzeugen hat, nur raten, sich an einem der beiden Tage bis spätestens 10 Uhr auf dem Verkehrslandeplatz einzufinden. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden.“

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