Im Weimarer Land spürbar mehr Arbeitslose als im Vormonat

Red
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Ein Schild weist am 29.08.2016 den Weg zur Agentur für Arbeit und das Jobcenter, allerdings entstand diese Aufnahme nicht in Apolda.

Ein Schild weist am 29.08.2016 den Weg zur Agentur für Arbeit und das Jobcenter, allerdings entstand diese Aufnahme nicht in Apolda.

Foto: Jan Woitas / dpa

Apolda  Agentur für Arbeit veröffentlicht Monatsbericht. Nach dem Jahreswechsel Arbeitslosenquote um 0,5 Prozent gestiegen.

Im Weimarer Land ist die Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel gestiegen. 2211 Menschen waren im Januar 2021 ohne Arbeit. Das sind 281 mehr als im Dezember und 251 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,4 Prozent im Dezember auf 5,0 Prozent im Januar. Vor einem Jahr lag sie bei 4,5 Prozent.

"Den aktuellen Zuwachs der Arbeitslosigkeit führen wir im Wesentlichen auf saisonale Effekte zurück. Befristete Arbeitsverträge, die zum Jahresende auslaufen und Kündigungen in witterungsabhängigen Branchen zu Ende Dezember schlagen im Januar in der Statistik zu Buche“, sagt Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt.

Geringqualifizierte sind Jobverlierer in der Pandemie

Die Arbeitslosigkeit stieg bei allen Personengruppen, im Jahresvergleich am stärksten jedoch bei den Langzeitarbeitslosen. „Menschen, die schon vor der Pandemie arbeitslos waren oder gering qualifiziert sind, tragen das höchste Arbeitsmarktrisiko“, erklärt Faßbender.

Gleichzeitig konnten auch weniger Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch einen neuen Job beenden: 107. Das waren 25 weniger als im Dezember und 37 weniger als vor einem Jahr

Mehr offene Stellen im Weimarer Land

Die Zahl der neu gemeldeten Stellen stieg auf 153. Das sind 32 mehr als im Dezember und 35 mehr als vor einem Jahr. Gesucht werden derzeit neue Beschäftigte vor allem über Personaldienstleister, im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Verwaltung.

Kurzarbeit stabilisiert den Arbeitsmarkt

Im Januar zeigten mit 80 Unternehmen für 598 Beschäftigte wieder mehr Betriebe Kurzarbeit an. Diese Zahlen geben jedoch keinen Hinweis darüber, wie viele Unternehmen tatsächlich in Kurzarbeit waren, da in den meisten Fällen aufgrund des langen Bewilligungszeitraumes keine erneute Antragstellung notwendig war und die Unternehmen drei Monate Zeit für die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes haben.