Junge Talente fördern und Gemeinschaftsgefühl stärken

Apolda  Publikum von Theaterprojekt mit deutschen und ausländischen Jugendlichen begeistert. Hibe Yahiova Kamilarovska verweist auf Bedeutung von Kultur für Integration

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

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Die Vermittlung von Kultur ist ein wichtiger Bestandteil von Integration. Je mehr man übereinander weiß, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass Verständnis füreinander wächst. Ein Beispiel, wie der Ansatz unterstützt wird, ist das Programm „Kultur macht stark. Bündnis für Bildung“, das durchs Bundesbildungsministerium gefördert wird. Kinder und Jugendliche sollen dadurch kulturelle Bildung erfahren. Profitieren sollen besonders Familien, die ihren Sprösslingen das so nicht ermöglichen könnten.

Ein sehr schönes Ergebnis der engagierten Arbeit von Hibe Yahiova Kamilarovska von der Koordinierungsstelle und Mitstreitern war am Zwiebelmarktsonntag auf der Bühne an der Lutherkirche zu erleben.

Im Rahmen eines „Talent-Campus“ nämlich hatten sich Kinder und Jugendliche zuvor künstlerisch betätigt. So waren mit Hilfe der Bodypainter Mirko Gerwenat und Michael Kirchner vier mobile Theaterkulissen entstanden, bei denen es sich inhaltlich um Apoldas Historie und Sagenwelt drehte. Zum einen mussten sich die Teilnehmer – darunter auch ausländische – im Logo inhaltlich mit der Materie befassen, zum anderen konnten sie bei der Umsetzung kreativ sein, handwerkliche Fertigkeiten ausloten. Nicht zuletzt bereitete die szenische Darstellung etwa der Lindwurmsage viel Freude. Bei den Kostümen konnte die Projektmanagerin auf die Hilfe durch den Kostümverleih Nadelöhr setzen. Zudem gehört die Kreisvolkshochschule zu den Unterstützern, ebenso der Deutsche Volkshochschulverband. Mit im Boot sind ebenso: Schulamt, Stadt, Jugendamt.

Die Koordinierungsstelle Talent-Campus gehört zur Kreisvolkshochschule. Projekte gibt es aber nicht nur in Apolda, sondern zum Beispiel auch in Eckolstädt. Partner sind ebenso Jugendclub Saline Bad Sulza und Förderkreis Integration. Allein während der Sommerferien nutzten gut 100 Kinder die Möglichkeiten. Zur Betreuung standen Pädagogen, freie Künstler und ehrenamtliche Helfer bereit. Ein wunderbares Miteinander also. Nicht zuletzt war da Sophie Eckardt. Die angehende Erzieherin brachte sich mit Wissen und pädagogischem Geschick beim Theaterprojekt ein. Auf der Bühne dankte ihr Hibe Yahiova Kamilarovska dafür herzlich.

Aber nicht nur um Kunst gehe es, sagt Kamilarovska. Vielmehr werden die jungen Leute mit Gepflogenheiten, Verhaltensregeln und sozialen Notwendigkeiten vertraut gemacht. Die sprachliche Weiterbildung ist ein weiterer Bestandteil. Nur so könne eine Bindung aufgebaut werden, die Integration gelingen, sagt Hibe Yahiova Kamilarovska, die spürbar mit Herz arbeitet.

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