Kapellendorfer Weihnachtsmarkt ein Puzzlestück der Thüringer Traditionen

Kapellendorf.  MDR dreht auf Kapellendorfer Weihnachtsmarkt, der ein Geheimtipp bleiben möchte. Neue Gulaschkanone feiert ihre Premiere.

Ein Unikat, der Weihnachtsmarkt in Kapellendorf auf dem Schenkplan.

Ein Unikat, der Weihnachtsmarkt in Kapellendorf auf dem Schenkplan.

Foto: Peter Hansen

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„Die Zahlen sind uns nicht so wichtig, aber es war schon gut besucht. Genau so gut, dass es Spaß gemacht hat, familiär war und das gebackene Brot gerade so gereicht hat“, resümiert Antje Strzata, Vereinsvorsitzende des Fördervereins Wasserburg und Kapellendorf. Der Kapellendorfer Weihnachtsmarkt ist sich treu geblieben: nicht größer, bunter und peppiger, sondern aus dem Ort und für den Ort.

Dieser ganz besondere Charme hat am Samstag sogar das MDR-Fernsehen auf den Plan gerufen. Diese arbeiten gerade an einer Produktion mit dem Arbeitstitel „Weihnachten in Thüringen“. Hier wollen die Macher vorstellen, wie verschieden die lokalen Traditionen beim Ausrichten von Lichterfest, Adventsmarkt und Co sind.

Weihnachtsmarkt Kapellendorf schöpft Ressourcen aus dem Dorf

Einmalig in Kapellendorf etwa ist, wie sich hier jeder Bewohner einbringt. So gab es da etwa ein Duo, bestehend aus Vater und Sohn, die gemeinsam auf Cello und Trompete spielten. Eine andere junge Familie brachte hingegen ihre Geschicke bei der Imkerei ein und bot Honig, Kerzen aus Bienenwachs und Honigmet an. Genau solches Engagement stehe für den ganzen Markt, erklärt Antje Strzata: „Wir schöpfen alles aus dem Dorf.“

Der Förderverein tritt bei der Organisation des Weihnachtsmarktes übrigens nur als Schirmherr auf und holt alle anderen Vereine dazu. „Wir machen hier alles gemeinsam und auf diese Zusammenarbeit sind wir sehr stolz“, so Antje Strzata. Mit im Boot ist etwa der Feuerwehrverein mit einem großen Zelt oder der Förderverein für Kinderkultur oder aber die Bastelfrauen. Letztere bereiteten das ganze Jahr über schon Waren für den Markt vor, indem sie etwa Strümpfe stricken oder kurz davor dann die Plätzchen backen.

Alte und neue Gulaschkanone des Fördervereins feiert ihre Premiere

Eine „wuchtige“ Neuerung hat es in diesem Jahr auch gegeben. So hatte der Förderverein eine alte Gulaschkanone geschenkt bekommen. Aus dieser wurden am Samstag erstmals Glühwein, Bockwurst und Linsensuppe verkauft. Das Frische Brot kam wiederum aus dem Lehmbackofen, neben dem das alte Multitalent abgestellt wurde.

Wie immer gaben zum Schluss alle Stände und Vereine etwas in die Spendenkasse. Traditionell gehen 100 Euro in das Projekt Erneuerung der Kirchenglocken, 100 Euro an einen externen Zweck – in diesem Jahr an den Nabu Jena für den Schutz heimischer Singvögel – und der Rest wird für den nächsten Weihnachtsmarkt zurückgelegt.

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