Kommentar zu Lichterfest und Heimatliebe: Ich bin ein Apoldaer

Ein Kommentar von Martin Kappel über befremdliche Ideen über Heimatliebe zum Apoldaer Lichterfest.

Mit der feierlichen Illumination, bei der Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand jedes Jahr ein Kind auf die Bühne zum Helfen bittet, ist am Freitagnachmittag das 22. Apoldaer Lichterfest eröffnet worden. Dieses Jahr half der kleine Luca dem obersten Bürger der Stadt dabei.

Mit der feierlichen Illumination, bei der Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand jedes Jahr ein Kind auf die Bühne zum Helfen bittet, ist am Freitagnachmittag das 22. Apoldaer Lichterfest eröffnet worden. Dieses Jahr half der kleine Luca dem obersten Bürger der Stadt dabei.

Foto: Martin Kappel

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Eine Sache brennt mir in den letzten Jahren besonders zur Weihnachtszeit immer unter den Nägeln, nämlich wenn sich Leute im Internet darüber beschweren, dass ein x-beliebiger Weihnachtsmarkt nicht auch genauso heißt.

So erfährt man von den selbsternannten Schützern des christlichen Abendlandes, dass wahlweise CDU oder aber die Grünen Schuld hätten, der Name Lichterfest ein Knicks vor anderen Religionen sei.

Es sind vermutlich die gleichen Leute, die schon lange keine Kirche mehr von innen gesehen haben – warum beklagen diese sonst einen Mitgliederschwund? –, die regungslos an der Krippe auf dem Markt vorbeigehen und sicherlich auch die, die bei all ihrer unbewussten Geschichtsvergessenheit – das Lichterfest heißt schließlich schon 22 Jahre so – nichts mit Nächstenliebe anfangen können. Sonst würden sie ihre Energie nicht mit für solch ein Geschwurbel auf der Tastatur aufwenden, sondern für Hinweise darüber, wo man an diesem Wochenende überall etwas erleben und gleichzeitig etwas Gutes für andere tun kann, etwa wenn für den Lebendigen Adventskalender wieder die Spendendose umgeht oder der Stollen verkauft wird.

In meinen Augen sind genau jene Verschwörungstheoretiker am Ende Feinde der eigenen Heimat. Angelehnt an Kennedy müsste es aber heißen: Ich bin ein Apoldaer.

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