Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Großromstedt

Großromstedt.  Die Jagdgenossenschaft Großromstedt stiftet Kranz für das Kriegerdenkmal an der Kirche. Zeremonie zum Volkstrauertag mit Andacht.

Vorstandsmitglied Ehrhardt Blochberger von der Jagdgenossenschaft Großromstedt am Kriegerdenkmal im Ort.

Vorstandsmitglied Ehrhardt Blochberger von der Jagdgenossenschaft Großromstedt am Kriegerdenkmal im Ort.

Foto: Martin Kappel

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An genau 20 Personen erinnert das Kriegerdenkmal in Großromstedt. Gefallen, gestorben oder vermisst bei Gefechten oder in den Wirren nach den beiden großen Weltkriegen, die die Moderne erlebt und erschüttert haben. Nur von den wenigsten namentlich Genannten weiß man überhaupt, wo ihre sterblichen Überreste heute liegen. Ja, manche der dort verewigten Männer haben nicht einmal Angehörige, die regelmäßig das Mahnmal aufsuchten oder schmückten.

Der Volkstrauertag am Sonntag sowie das 100. Bestehensjahr des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge nahm die Jagdgenossenschaft Großromstedt zum Anlass, einen Kranz vor dem Kriegerdenkmal an der Kirche niederzulegen.

Jagdgenossenschaft mit Zeremonie am Kriegerdenkmal in Großromstedt

Zur Zeremonie am staatlichen Gedenktag traf sich der Vorstand der Jagdgenossenschaft an der Anlage, die nach dem ersten Weltkrieg dort installiert wurde. Während der Gedenkveranstaltung spielte der Vorsitzende das Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“ auf dem Jagdhorn. Dazu gab es eine Andacht.

Der Kranz trägt ein Band mit der Aufschrift: „Im Gedenken an die Opfer der Weltkriege“. Er wurde von den Mitgliedern der Jagdgenossenschaft aus der Vereinskasse bezahlt.

Eine kurze Geschichte des Volkstrauertages in Deutschland

Erste Bestrebungen, einen nationalen Trauertag für die Opfer des Ersten Weltkrieges zu schaffen, gab es übrigens bereits 1919. Großen Anteil daran hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der mehrfach den Vorschlag vorbrachte, politisch-gesetzlich aber scheiterte. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu den Bayreuther Festspielen am 6. März 1921 hielt der bayrische Landesverband des Volksbundes dann die erste Gedenkstunde zum Reichstrauertag ab. Am 1. März 1925 wurde der Volkstrauertag dann erstmals mit einem Umzug in Berlin begangen.

Nach der Machtergreifung 1933 durch die Nationalsozialisten wurde der Volkstrauertag zum Heldengedenktag uminterpretiert und als solcher am 17. März 1935 erstmals begangen. Doch weitere Abermillionen Tote später auf dem Globus hieß der Gedenktag am 17. März 1946 wieder Volkstrauertag. Er erinnert seitdem nicht nur an die getöteten Soldaten, sondern auch an die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

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