Kripo ermittelt zu zwei Anschlägen in Apolda

Dirk Lorenz-Bauer
| Lesedauer: 2 Minuten
In der Käthe-Kollwitz-Straße in Apolda sind die Spuren des Anschlags auf das Tattoo-Studio noch deutlich zu erkennen. Die Ermittlungen dazu laufen.

In der Käthe-Kollwitz-Straße in Apolda sind die Spuren des Anschlags auf das Tattoo-Studio noch deutlich zu erkennen. Die Ermittlungen dazu laufen.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

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Apolda.  Die Kriminalpolizei Jena ermittelt derzeit zu möglicherweise politisch motivierten Anschlägen in Apolda in der Nacht vom 8. zum 9. April.

Zu einem Anschlag auf ein Geschäft für Textildruck kam es nach Auskunft der Polizei in den frühen Morgenstunden des 9. April. Der betroffene Laden befindet sich in der Apoldaer Ackerwand. Allerdings sei dies nicht der einzige Laden, der von einem derartigen Anschlag betroffen gewesen ist.

Vielmehr sei ebenfalls am vergangenen Donnerstag zu nächtlicher Stunde auch ein Tattoo-Studio in der Käthe-Kollwitz-Straße in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung bei der Landespolizei-Inspektion Jena.

In beiden Fällen wurden von Unbekannten offenbar Fensterscheiben beschädigt und außerdem übelriechende Flüssigkeiten an das Objekt angebracht beziehungsweise in den Innenbereich geleitet.

An der Fassade des betreffenden Hauses in der Innenstadt sind schwarze Spuren zumindest noch deutlich zu erkennen. Federführend bei der Ermittlung ist indes nicht die Polizei Apolda, sondern die Kriminalpolizei in Jena. Weil in beiden Sachverhalten von einer politischen Tatmotivation ausgegangen werden muss, habe die Kripo Jena übernommen, heißt es zur Begründung. Im Weiteren zuständig sei zudem die Staatsanwaltschaft.

Ein Bürger hatte sich bei unserer Zeitung gemeldet, um nachzufragen, weshalb zu den Ereignissen bislang nichts im Polizeibericht zu lesen gewesen sei. In der Polizei-Inspektion verwies man zur Erklärung auf die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft.

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Auf die Frage, ob die jüngsten Vorfälle in Apolda unter anderem im Zusammenhang mit ähnlichen Vorkommnissen in Jena stehen, hieß es, dass das ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sei. Der Bürger, der sich bei unserer Zeitung gemeldet hatte, verwies darauf, dass bei den Anschlägen Buttersäure und Teer benutzt worden seien. Der Sachschaden an den Geschäften sei in beiden Fällen nicht unerheblich. Ob es sich bei den Ereignissen um Straftaten im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen links- und rechtsgerichteten Gruppen handelt und ob es Parallelen zu einem Anschlag auf einen rechten Szenetreff in Eisenbach Anfang 2021 gibt, werde ebenfalls geprüft.

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