Künftig Parkscheinautomat am stillen Örtchen

Apolda.  Öffentliche Toiletten am Bahnhof Apolda und im Paulinenpark sollen nach Vandalismus noch im Dezember wieder zugänglich sein.

Vandalismus an öffentlichen Toiletten im Paulinenpark und am Bahnhof zwingen die Kommune zu einem Umbau der Technik.

Vandalismus an öffentlichen Toiletten im Paulinenpark und am Bahnhof zwingen die Kommune zu einem Umbau der Technik.

Foto: Sascha Margon

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Dass künftig vor den öffentlichen Toilettenanlagen am Bahnhof und im Paulinenpark ein Parkscheinautomat steht, hat mit dem anhaltenden Vandalismus an beiden Standorten zu tun. Beide Bedürfnisanstalten wurden allein in diesem Jahr jeweils zweimal aufgebrochen, um an den Inhalt der Geldkassetten zu gelangen. Der oder die Täter nehmen es dabei billigend in Kauf für eine Handvoll Münzen erheblichen Sachschaden anzurichten. Mittlerweile stehen die Einnahmen in keinem Verhältnis mehr zu den Reparaturkosten, die dadurch regelmäßig entstehen. Sowohl im Paulinenpark als auch am ÖPNV-Knoten am Bahnhof sind die Münzeinheiten der Häuschen seit ihrer Eröffnung insgesamt zehn Mal aufgebrochen worden. Maik Schau vom Kommunalservice vermutet, dass es vor allem wegen der abgeschiedenen Lage beider Einrichtung hier zu dieser Häufung kommt. Deshalb will man nun einen neuen Versuch wagen, den Vandalismus und damit die Kosten künftig in Grenzen zu halten. Aus diesem Grund sind vor den öffentlichen Toiletten in den vergangenen Tagen durch den städtischen Eigenbetrieb ausgemusterte und regenerierte Parkscheinautomaten aufgestellt wurden. Die sind unterirdisch mit der Schließanlage verbunden und öffnen die Tür nach Münzeinwurf. Zwar ist der Einbruch in den Münzautomaten nicht minder einfacher, allerdings wären die Kosten im Fall der Fälle weitaus geringer. Der Grund liegt in der Schließtechnik des Häuschens. Hinter einer Stahlplatte verbirgt sich nämlich nicht nur die Geldkasse, sondern auch die komplette Elektronik samt Euroschließblech und Münzprüfeinheit, die alleine einen Wert von über 300 Euro hat. Am Ende summieren sich die Kosten bei einem Einbruch jedes Mal auf eine vierstellige Summe, vom Ausfall der Anlage ganz zu schweigen. Außerdem müssen dieses Arbeiten von einer Fachfirma ausgeführt werden, die nicht immer ad hoc einen Vororttermin anbieten kann, was wiederum zu langen Wartezeiten bis zur Reparatur führt. Noch im Dezember soll die neue Technik zum Laufen gebracht werden und die öffentlichen Toiletten wieder zur Verfügung stehen.

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