Kufa goes to Kölle: Apoldaer Künstler stellen erstmals in der Domstadt am Rhein aus

Apolda. Die Apoldaer Kulturfabrik wird erstmals außer Landes ausstellen. Das Statt-Museum Köln zeigt ab dem 1. Mai die Ausstellung "Der dicke Peter - die zweite Lieferung. Neue Malerei und Skulptur aus Weimar/Apolda".

Als Welturaufführung zeigt Achim Preiß am Freitag in seinem Atelier in der Kulturfabrik "Der dicke Peter". Das Bild geht jetzt auf die Reise nach Köln. Foto: Hannsjörg Schumann

Als Welturaufführung zeigt Achim Preiß am Freitag in seinem Atelier in der Kulturfabrik "Der dicke Peter". Das Bild geht jetzt auf die Reise nach Köln. Foto: Hannsjörg Schumann

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Das namensgebende Bild steuert dabei Professor Achim Preiß bei. Der gebürtige Kölner greift dabei die klassische Figur des "Tünnes" auf und verballhornt sie mit dem Begriff vom "decken Pitter" in einen dickbäuchigen rothaarigen Typen im blauen Jogginganzug mit Bratwurst in der Hand. Ähnlichkeiten mit lebenden Größen aus Köln oder Apolda wären selbstverständlich rein zufällig.

Der Titel der Ausstellung spielt zudem auf die Kölner Domglocke an, die einst in Apolda gegossen und nach Köln geliefert wurde. Und natürlich sind es die Verbindungen des Kunsthistorikers nach Köln, die letztlich die kommende Ausstellung ermöglichten.

Preiß zeigt zudem Bilder der ehemaligen Schlachtfelder von 1806 - landschaftliche Idyllen, über denen Krähen ihre Runden ziehen. Mit von der Partie sind auch der Holzbildhauer André Kalies, der jetzt in Gebstedt wohnt, und sein Kollege Martin Reichmann aus Pößneck. Von Antje Weißmann, die in der aktuellen Ausstellung der Kulturfabrik mit bemerkenswerten Akten in der Landschaft reüssierte, werden neben Akten in Köln auch Modefotos zu sehen sein. "Schließlich ist Apolda eine Stadt der Mode", begründete Sibylle Müller von der Kultur-Fabrik gestern in einem TA-Gespräch. Schließlich treten auch noch Zeichnungen von Ireen Illmer die Reise nach Köln an. Sie bevorzugt in jüngster Zeit den Edding als Zeichenstift und besticht durch ihre skurrile Figürlichkeit in den oft um die Ecke gedachten Motiven.

Dass die Ausstellung in Köln genau 5 vor 12 eröffnet wird, ist wieder einmal typisch Kulturfabrik. Dass sie indes auch nur halb so viel Aufsehen erregt, wie weiland der Transport der größten freischwingenden Glocke der Welt, darf bezweifelt werden. Obwohl - so von Provinzstadt zu Provinzstadt ...

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