Manege frei für Ritter und Clowns

Schöndorf  Gefeierte Premiere: Zirkusprojekt mit Tasifan in Schöndorf entführt auf eine Burg

Mit „Blümlein, Blümlein“ bezirzten zwei Clowns die vielen Zuschauer im Zirkusprojekt mit Tasifan an Grundschule und Regelschule.Fotos: Christiane Weber

Mit „Blümlein, Blümlein“ bezirzten zwei Clowns die vielen Zuschauer im Zirkusprojekt mit Tasifan an Grundschule und Regelschule.Fotos: Christiane Weber

Foto: Christiane Weber

Schon die erste Clownsnummer schlug die Zuschauer voll in den Bann: Ritter, die um ein Spiegelei ringen, – das war so herzerfrischend komisch, dass die Schülerinnen und Schüler sich der Aufmerksamkeit ihrer Schulkameraden vom Jüngsten bis zum Ältesten sicher sein konnten. Eine Woche lang hatte der Kinderzirkus Tasifan mit 26 Fünftklässlern der Regelschule und 36 Viertklässlern der Grundschule geprobt. Die Premiere wurde ein ebenso großer Erfolg wie bereits zuvor die Generalprobe.

Ein Zirkusabenteuer auf einer mittelalterlichen Burg mit Feuerspuk und Donnerknall war zu erleben. Kurzerhand war die Turnhalle in eine Manege umgewandelt worden. „Es war ein anspruchsvolles Projekt“, blickt Tasifan-Chef Dirk Wendelmuth auf erfüllte Tage im Stadtteil zurück. Seit vielen Jahren sei Tasifan zweimal im Jahr in Schöndorf, jedes Mal sei anders. Unterstützt wurden die Tasifanos von Grundschullehrerin Ulrike Glimm, die den Workshop Poi & move leitete, und den Regelschullehrern Heiko Damm und Kirstin Schröder, welche die Workshops Einrad beziehungsweise Jonglage mit betreuten.

„Der organisatorische Aufwand war sehr groß“, sagt Susanne Junkel, Leiterin der Grundschule, und fügt hinzu: „Doch das Ergebnis hat für alles entschädigt, – die strahlenden Kindergesichter, das Miteinander, da geht einem das Herz auf“. Und was sagen die jungen Akteure selbst? „Es war klasse“, meint Viertklässlerin Joline (10), am besten gefallen habe ihr das Trampolin. Und Mitschülerin Josefin (9) betont ebenfalls: „Es war super.“

Auf der Burg ging es märchenhaft zu, – mit Prinzessinnen, Rittern, Clowns, Froschkönig und Rapunzel. Die 9- bis 12-Jährigen machten nach Herzenslust mit und lösten die sportlichen Aufgaben mit viel Geschick, Bravour und Selbstbewusstsein. Zum Beispiel Kugellaufen, Jonglage, Einrad fahren und Akrobatik oder eben das von den Maori überlieferte Poi, bei dem ein Ball an einer Schnur oder in einem langen Strumpf nach einer Choreographie rhythmisch geschwungen wird.

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