Mehr Menschen zeigen im Weimarer Land Interesse am Glasfaserausbau

Ilmtal-Weinstraße  Arbeiten am Breitbandnetz im Ostteil des Weimarer Landes könnten zeitnah beginnen

Ein Mann fächert unter einer Straße ein Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen auseinander. Was anderswo längst soll nun auch in vielen Orten der Ostteils des Weimarer Landes verlegt werden.

Ein Mann fächert unter einer Straße ein Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen auseinander. Was anderswo längst soll nun auch in vielen Orten der Ostteils des Weimarer Landes verlegt werden.

Foto: Peter Kneffel/Archiv / dpa

Ilmtal-Weinstraße. Im Vorhaben um den Breitbandausbau der unterversorgten Punkte (weniger als 30 Mbit/s) in den Apolda, Bad Sulza und der Ilmtal-Weinstraße liegen seit dieser Woche rund 80 Prozent aller anspruchsberechtigten Anträge vor. Im Speziellen betreffen diese jene Anschlüsse in Apolda und den Ortsteilen, der Landgemeinde Bad Sulza mit ihren Ortsteilen, der Saaleplatte, Großheringen, Eberstedt, Niedertrebra, Schmiedehausen und in den 16 Ortschaften der Ilmtal-Weinstraße.

Nachdem das Anmeldeverfahren zunächst Ende September 2020 abgeschlossen sein sollte, startete unter der Regie der Verwaltung der Ilmtal-Weinstraße als Clusterführer Anfang November ein zweiter Aufruf, weil bis dato nur knapp 60 Prozent aller Anträge eingegangen waren.

Mit der nun vorliegenden Antragsquote kann das Projekt zeitnah in die nächste Phase übergehen. Bis dahin können vereinzelt Anträge noch angenommen werden, darüber hinaus schließen sich allerdings die Tore für alle Immobilienbesitzer, die sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus verlegen lassen wollen. Künftig müssten diese dann die Kosten für die Verlegung selbst aufbringen.

Ursprünglich waren für den Ausbau - für den die Telekom 2019 den Zuschlag erhielt – Fördergelder in Höhe von 3,8 Millionen Euro eingeplant. Die scheinen nun nicht mehr auszureichen, weshalb ein Nachtrag für die Förderung bei Bund und Freistaat eingereicht wurde.

Parallel dazu sind bereits die Genehmigungsanträge bei den einzelnen Straßenbaulastträgern eingereicht, in denen es um die Trassenführung der Glasfaserleitungen im Cluster geht. Der gesamte Ausbau muss laut Auflagen der Fördermittelgeber bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Wo genau die Arbeiten starten werden, steht bis dato noch nicht fest.