Micky Remann zeigt 360-Grad-Serie: „Wir sind in der Dome-Welt das Netflix“

Bad Sulza.  Micky Remann präsentiert eine der weltweit ersten 360-Grad-Serien auf dem Fulldome Festival im Planetarium in Jena.

Am Freitag flimmerte „Kur Kommander“ beim Fulldome Festival über die Kuppel des Planetariums in Jena.

Am Freitag flimmerte „Kur Kommander“ beim Fulldome Festival über die Kuppel des Planetariums in Jena.

Foto: Martin Kappel

Eine der ersten, wenn nicht sogar die erste vollständig in 360 Grad gedrehte TV-Serie flimmerte am Freitagabend beim Fulldome Festival über die Kuppel des Planetariums in Jena. Verantwortlich für das einzigartige Projekt ist Tausendsassa Micky Remann, der nicht nur hinter der zugehörigen Produktionsfirma Domeflix steckt, sondern der am Freitag auch Teile der künstlerischen Szene aus Apolda und Bad Sulza mit unter die Kuppel brachte, von wo sie weltweit ins Internet übertragen wurde.

Der Plot der siebenteiligen Serie ist schnell umrissen, zumal sie coronabedingt in manchen Punkten eingedampft werden musste: Bademeister Ralf liebt das Wasser und entdeckt ganz schnell seine Liebe zur neuen Saunameisterin Käthe. Die Protagonisten werden vom Entertainer Andreas Max Martin und der Sängerin Vanessa Zuber gespielt. Im Verlauf der Serie und ihrer Liaison begeben sich die beiden auf eine umsäumte Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bevor sie in der letzten Folge ein gemeinsames Poolkonzert aufführen.

Drehorte in Toskana Therme und Kulturfabrik Apolda

Eine Szene spielt in der Zerstäuberhalle im Gradierwerk von Bad Sulza. Dort will Käthe ihren Husten kurieren, der ihr derart zu schaffen macht, dass sie zu hyperventilieren beginnt. Halluzinationen sind die Folge, die drei in vergangenen Ausgabe gezeigten Wasseraliens erscheinen und mischen sich unter die übrigen Kurgäste. Gut 24 Stunden Vorarbeit steckten die Apoldaer Airbrush-Künstler Mirko Gerwenat und Michael Kirchner in die Herstellung der Gesichtsmasken und die anschließende Bemalung der Models.

Während anderem dieser Teil der Serie im Planetarium live aufgeführt wurde, wurden andere an die Kuppel projiziert. Gedreht wurde diese überwiegend in der Toskana Therme, aber auch im Atelier der Künstlerin Philine Görnandt in der Kulturfabrik Apolda. Ihre filigranen Papierkunstwerke rahmten während der Live-Aufführung auch die Band im Planetarium ein.

Unter den Mitwirkenden sind freie Künstler sowie Studierende der Bauhaus Universität Weimar im Studiengang Medienkunst/Mediengestaltung. Initiator der TV-Serie ist Micky Remann, Honorar-Professor an der Bauhaus Universität und Toskanaworld-Kulturdirektor: „Wir sind in der Dome-Welt das Netflix.“