Museumskonzept im Oktober Thema im Apoldaer Kulturausschuss

Apolda  20.000 Euro für dessen Erstellung reichen laut Bürgermeister. Im Stadtrat Kritik an fehlenden Bänken auf dem Markt

Die Zeit läuft – für das GlockenStadtMuseum Apolda.

Die Zeit läuft – für das GlockenStadtMuseum Apolda.

Foto: Sascha Margon

Die Stadträte hatten es vor Monaten so beschlossen – und nach Auskunft von Apoldas Bürgermeisters ist die Umsetzung des Gewünschten auch in Arbeit. Sprich: Am Museumskonzept wird gestrickt.

Außerdem versicherte Rüdiger Eisenbrand gestern Abend auf der Stadtratssitzung auf die Frage von Michael Schade (Linke), dass die dafür veranschlagten 20.000 Euro ausreichen werden.

Das Museumskonzept, das externe Fachleute erarbeiten, soll am 1. Oktober erstmals Thema im Kultur- und Sozialausschuss sein. Vom Papier hängt die mittelfristige Zukunft des Glocken-Stadt-Museums ab. Ergo: Eine gewisse Brisanz ist ihm nicht abzusprechen. Welch teils scharfe Debatten sich beim Thema Museum ergeben können, zeigten die Woche vor der Kommunalwahl im Mai 2019, als verbal die Fetzen geflogen waren, weil vermeintlich konträre Vorstellungen aufeinander geprallt waren.

Das Thema wurde damals insoweit eingefangen, als die „Allianz für Apolda“ die Beauftragung eines externen Gutachtens durchsetzte.

Ein gänzlich anderes Thema bewegt die Bürgerin Roswitha Hornbogen – nämlich das Fehlen von Fahrradständern und Sitzbänken im östlichen Bereich des Marktes. Gegenüber der Stadtverwaltung brachte sie das jetzt zur Sprache. Seit zwei Jahren würden Bänke und Radständer nicht mehr aufgestellt. Deshalb würden die Besucher des Marktes häufig auf der Rathaustreppe oder auf den Schaufenstersimsen sitzen. Dass der regelmäßige Aufbau der Sitzmöbel einen gewissen Aufwand mit sich bringe, das sei ihr bewusst, so Roswitha Hornbogen. Aber das sei ja sicherlich bereits im Zuge der Anschaffung klar gewesen. Deshalb wollte sie von der Stadt wissen, welchen Hintergrund das hat. Laut Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand sei der Kommunalservice Apolda wegen der stetig wachsenden Aufgabenfülle sowie der angespannten Personalsituation aktuell einfach nicht in der Lage, alle Aufgabe vollständig zu erledigen. Unter anderem seien dafür auch ein Vielzahl von Sonderveranstaltungen in der Stadt ursächlich. Aus dem Rathaus hieß es aber auch, dass die genannten Einrichtungen auf dem Markt allerdings wieder aufgestellt werden. Wie Bürgermeister Eisenbrand gestern weiter erklärte, soll der Markt vorab aber komplett „eingekehrt“ werden, womit er die Fugen meint.

Obendrein sollen die Fundamente beziehungsweise Gewinde der Fundamente für die Bänke und Ständer nachgearbeitet werden. Verschleißerscheinungen würden das nötig machen.

Weiterhin stünden momentan noch Ersatzlieferungen für zwei Bänke aus, die durch Kraftfahrzeuge angefahren und dabei beschädigt worden seien, so das Stadtoberhaupt. Sobald die Ersatzbänke geliefert werden, stellen sie die Mitarbeiter des Kommunalservice auch auf.

Ziel sei es, zukünftig vor allem in den Sommermonaten wieder die Bänke und Fahrradständer den Apoldaern und den Gästen der Stadt uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen.

Aus organisatorischen Gründen findet der nächste Stadtrat am Montag, dem 21. Oktober, im Stadthaus statt.

Die feierliche Stadtratssitzung am 3. Oktober ist hingegen im Eiermannbau vorm Hintergrund 30 Jahre politische Wende zu erleben.

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