Polizei sucht Zeugen für Anschläge in Apolda

In der Käthe-Kollwitz-Straße in Apolda waren die Spuren des Anschlags auf das Tattoo-Studio noch deutlich zu erkennen.

In der Käthe-Kollwitz-Straße in Apolda waren die Spuren des Anschlags auf das Tattoo-Studio noch deutlich zu erkennen.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer / Archiv

Apolda.  Zwei Männer sucht die Polizei im Zusammenhang mit Anschlägen in Apolda.

Die Kriminalpolizei Jena geht neuen Spuren zu Apoldaer Farb- und Buttersäureanschlägen auf Wohn-und Geschäftshäuser vom 9. April in der Käthe-Kollwitz-Straße und Ackerwand nach. Jetzt sind zwei unbekannte Männer in den Fokus der Ermittler geraten, berichtet ein Polizeisprecher.

Verdächtiger Aufenthalt am Tatort

Mehrere Tage lang vor der Tat hätten sich die Männer ausgerechnet vor dem einen Haus in der Käthe-Kollwitz-Straße Tage aufgehalten, dazu gibt es Zeugenaussagen. Gezielt hätten sie Anwohner gefragt, ob diese ihre jeweiligen Häuser verkaufen wollen. Die Polizei sucht jetzt weitere Zeugen. Es sei nicht auszuschließen, dass diese beiden Personen etwas mit dem Anschlag zu tun haben, hieß es weiter.

Der eine Mann sei etwa 30 Jahre alt, sehr groß und schlank gewesen. Er habe mit norddeutschem Akzent gesprochen. Der zwei war untersetzt und etwa 1,80 Meter groß. Er habe mit slawischem Akzent gesprochen, so die Polizei.

Bei den Anschlägen in der Nacht zum 9. April wurden von den Tätern Buttersäure und schwarze Farbe benutzt. Die übelriechende Flüssigkeit wurde an das Objekt gespritzt beziehungsweise in den Innenbereich geleitet. Die Polizei schloss politische Motive nicht aus. Die Staatswaltschaft Erfurt ist zuständig. Zusammenhänge mit anderen ähnlichen Anschlägen in Eisenach und Jena würden geprüft.

Wer sachdienliche Hinweise zu den beiden Männern geben kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Jena unter Telefon: 03641/81 24 64 zu melden oder per Email an KPI.Jena@polizei.thueringen.de.

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