Präsenzunterricht beginnt an Schulen teilweise wieder

Apolda  Das Apoldaer Gymnasium Bergschule startet erst nach den vorgezogenen Winterferien.

Das Gymnasium Bergschule in Apolda beginnt erst nach den Winterferien mit dem Präsenzunterricht. TA-Foto: Sascha Margon

Das Gymnasium Bergschule in Apolda beginnt erst nach den Winterferien mit dem Präsenzunterricht. TA-Foto: Sascha Margon

Foto: Sascha Margon/Archiv / Sascha Margon

Apolda. Seit diesem Montag müssen viele Schüler in Apolda und im Landkreis wieder die Schulbank drücken. Denn diese Woche starten unter anderem die Regelschulen im Kreis wieder in den Präsenzunterricht. Dies betrifft vorerst allerdings nur alle Abschlussklassen, heißt es unter anderem aus der Pestalozzischule in Apolda.

Dort begrüßt man seit Wochenbeginn wieder insgesamt 50 Schüler der beiden zehnten Klassen und die Abgänger der Hauptschule aus der Klassenstufe neun, die in diesem Schuljahr ihre Prüfung ablegen wollen.

Corona-konform aufgeteilt in jeweils zwei Gruppen werden am Vormittag die Schüler in der schuleigenen Aula in den Prüfungsfächern mit Unterrichtsstoff versorgt. Dies betrifft vorerst allerdings nur die Hauptfächer, wie Deutsch, Mathematik, Englisch und den Wahlpflichtfächern. Während ihre Mitschüler ihren Schulalltag weiterhin im häuslichen Lernen verbringen, wechseln die Abschlussklassen im zweitägigen Rhythmus ihren Präsenzunterricht im Schulhaus.

Laut Ralf König, stellvertretender Direktor der Regelschule, seien nach dem Corona-Einschlag im vergangenen Jahr nun erfreulicher Weise fast alle Kollegen wieder uneingeschränkt im Einsatz und betreuen die Schüler im häuslichen Lernen. Einzig, die Überlastung der Thüringer Schul-Cloud als Lernplattform stelle Lehrer und Schüler aktuell vor einige Herausforderungen.

Solchen, allerdings ganz anderer Art, sieht sich Birgit Rosner, Schulleiterin des Gymnasiums Bergschule Apolda, momentan gegenüber. Zwar laufe auch dort das häusliche Lernen seit Wochen problemlos über die Bühne, allein die Abschlussklassen können diese Woche noch nicht wieder in den Präsenzunterricht wechseln. Dies liegt vor allem an der Vielzahl der möglichen Wahlmöglichkeiten für die Prüfungsfächer, die für das Abitur angeboten werden.

So erhalten die Zwölftklässler erst am Freitag ihre Halbjahreszeugnisse mit denen sie sich für die Prüfung im Sommer einschreiben können. Da erst am kommenden Dienstag der Prüfungsausschuss tagt, würde die Rückmeldung frühestens am Mittwoch erfolgen. Zwei Tage später beginnen allerdings bereits die vorgezogenen Winterferien, was einen planerischen Aufwand in so kurzer Zeit unmöglich mache, so Rosner.

Für die Klassenstufe zehn, in der sich Schüler für die besondere Leistungsfeststellung, sprich ihren Realschulabschluss, anmelden können, gibt es derweil schlechte Nachrichten. Laut Verordnung des Kultusministeriums fallen diese Zwischenprüfungen nicht in die bestehende Regelung zur Aufnahme des Präsenzunterrichtes. Dazu sollen laut Auskunft des Ministeriums erst Ende Februar weitere Informationen veröffentlicht werden.

Derweil habe man in der vergangenen Woche noch nach den alten Verordnungen in der Klassenstufe zehn wichtige Kurs-Arbeiten in der Schule nachschreiben können. Mit Stand Montagabend sind nun aber auch diese Möglichkeiten ausgeschlossen, erklärt Rosner, die in diesem Zusammenhang den schleppenden Informationsfluss aus dem Kultusministerium in Erfurt kritisiert. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum wir erst eine Woche nach dem Kabinettsbeschluss eine offizielle Nachricht über den weiteren Fortgang erhalten, zumal alles bereits in der Presse veröffentlich wurde“, meint Rosner.

Wenn die Abiturienten am Freitag in der Aula der Bergschule ihre Halbjahreszeugnisse erhalten, wird auch die durch den Schulträger eigens angeschaffte Co2-Ampel in Betrieb genommen. Die, so Rosner, zeige an, wenn im Raum die Kohlendioxid-Konzentration zu hoch ist. In diesem Fall muss dann erneut gelüftet werden.