Rohrbach und Leutenthal unter der Lupe

Friedemann Baur, Bastian Böttner und Jan Steinbrenner von der Fachschule in Gotha bei der Bauuntersuchung des Gerätehauses in Rohbach.

Friedemann Baur, Bastian Böttner und Jan Steinbrenner von der Fachschule in Gotha bei der Bauuntersuchung des Gerätehauses in Rohbach.

Foto: Sascha Margon / Sascha Margon / TA

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lmtal-Weinstraße.  Erst Anfang März wurde im Gemeinderat der Ilmtal-Weinstraße das neue Feuerwehrkonzept einstimmig verabschiedet. Das hat unter anderem die Entwicklung der Standorte in den einzelnen Ortschaften im Blick.

Aus eben diesem Grund waren in den vergangenen Wochen mehrfach drei Studenten der Gothaer Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Rohrbach und Leutenthal unterwegs. Ihre Aufgabe im Rahmen einer Semesterarbeit: Zustandsanalyse der Standorte, Begutachtung der Gebäude und ein Entwicklungskonzept für die beiden Gerätehäuser aufnehmen beziehungsweise erarbeiten.

Wie Bauamtsleiter Ronny Funk erklärt, wolle man damit eine Planungsgrundlage schaffen, sowie einen groben Finanzbedarf ermitteln. Das dieses Vorhaben von Studenten übernommen wird, war reiner Zufall, aber gleichzeitig eine kostengünstige Möglichkeit an diese Daten heranzukommen. Unter anderem wurde vor Ort von den Gebäuden ein komplettes Aufmaß angefertigt, Feuchte und Schadstoffe im Mauerwerk gemessen und eine Dokumentation mit Foto ausgearbeitet. Dabei werden nicht nur sämtliche Eckdaten präsentiert, sondern auch Möglichkeiten der normgerechten Umbaumaßnahmen, samt der zu erwartenden Kosten, aufgezeigt.

Bereits im Vorfeld wird dabei klar, dass die gemeindeeigene Immobilie in Rohrbach gut entwickelt werden kann. Hier ist genügend Platz für die Fahrzeughalle, einen abgetrennten Umkleideraum und sanitäre Einrichtungen. Anders hingegen sieht es in Leutenthal aus.

Das alte Gerätehaus bietet kaum den nötigen Platz, hier zukunftssicher einen Standort auszubauen. Deshalb haben die drei Studenten auf Anraten der Verwaltung auch das in unmittelbarer Nähe gelegene Grundstück beim Dorfgemeinschaftshaus als künftigen Standort in ihre Ausarbeitung einbezogen.

Ihre Ergebnisse wollen die Studenten in einigen Wochen öffentlich präsentieren und im Gemeinderat vorstellen. Daran dürften einige Kameraden in Rohrbach und Leutenthal ein großes Interesse haben. Kann die Gemeinschaftswehr doch seit vergangenem Jahr auf mehr als 20 neue Mitglieder verweisen.

Ein Großteil von ihnen hat zwischen November 2019 und März 2020 in Niederroßla bereits den Grundlehrgang absolviert. Perspektivisch sieht das aktuelle Feuerwehrkonzept für die beiden Wehren auch die Anschaffung von neuen Fahrzeugen vor. So könnte 2026 Rohrbach von einem neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) profitieren und den alten Opel Blitz aus dem Jahr 1972 in den Ruhestand schicken. Leutenthal wäre demnach ein Jahr später an der Reihe mit einem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).

Das Feuerwehrkonzept sieht dafür eine Investition von rund 200.000 Euro vor. Ob dieser Plan in die Tat umgesetzt werden kann, steht derzeit allerdings noch in den Sternen.

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