Stets ein Geben und Nehmen

Kromsdorf  Kromsdorfs Wehrleiter Jörg Hülgenhof bedankt sich für die große Unterstützung der Bevölkerung und von Unternehmen

Wehrleiter Jörg Hülgenhof (rechts) ist nicht nur stolz auf seine Truppe, sondern auch dankbar über die große Unterstützung aus der Bevölkerung.

Wehrleiter Jörg Hülgenhof (rechts) ist nicht nur stolz auf seine Truppe, sondern auch dankbar über die große Unterstützung aus der Bevölkerung.

Foto: Feuerwehr

Es vergeht wohl kaum noch eine Woche, in der es nicht irgendeine Schlagzeile über Angriffe auf Rettungskräfte, Feuerwehrleute oder Behinderungen von Einsätzen durch Gaffer in die Medien schafft. Dass es auch anders geht, möchte jetzt Kromsdorfs Wehrleiter Jörg Hülgenhof in einen Plädoyer an die Einwohner der Landgemeinde klar stellen. „Wir sind hier im ländlichen Raum in der glücklichen Lage, dass die freiwilligen Wehren ein sehr hohes Ansehen genießen. Wir werden weder bedroht, noch in unserer Arbeit behindert. Auch wenn der ein oder andere mal über eine Straßensperrung bei einem Einsatz meckert“, sagt Hülgenhof im Gespräch mit unserer Zeitung. Aus diesem Grund möchte der Wehrleiter im Namen seiner gesamten Truppe der Bevölkerung seinen Dank aussprechen.

Wie wichtig das Ehrenamt der Brandbekämpfer ist, zeigte sich in Kromsdorf erst in diesem Jahrs sehr eindrücklich, als ein Feldbrand der Wohnbebauung gefährlich nah kam. Hülgenhof ist sich sicher, dass man damals geradeso einer echten Katastrofe entgangen ist. Gleichzeitig löste dieses Ereignis aber auch ein gesteigertes Interesse an der Arbeit der Wehr aus, bestätigt Hülgenhof. Dass das Verständnis und der Zusammenhalt zwischen den Rettern und den Dorfbewohnern im ländlichen Raum ein ganz anderes ist, zeigt sich auch an der Unterstützung, die die Kameraden immer wieder erfahren. So werden sie beispielsweise bei extremen und langwierigen Einsätze, wie dem besagten Feldbrand, von den Anwohnern mit Getränken und Essen versorgt. Aber auch sonst erfährt die Feuerwehr sehr viel Unterstützung.

Dabei sei nicht nur auf Privatpersonen Verlass, sondern auch auf die ortsansässigen und regionalen Unternehmen, die Sachleistungen oder Geldspenden zur Verfügung stellen. So wie im Fall der Erzeugergenossenschaft Kromsdorf, dessen Betriebsgelände die Kameraden sowohl im Sommer als auch im Winter fast uneingeschränkt für Übungen nutzen können. Aber auch die anderen Firmen stellen ihre Ressourcen ohne Probleme und gern zur Verfügung. „Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir stehen sieben Tage pro Woche 24 Stunden für den Ernstfall bereit, schützen Werte und retten Leben. Und im Gegenzug erfahren wir wieder die Unterstützung durch die Firmen und die Bevölkerung“, so der Chef der aktuell 6 aktiven Feuerwehrfrauen und 14 Feuerwehrmänner.

Zudem sei man regelmäßig im Ort präsent, sorge für die Verkehrsabsicherung bei Veranstaltungen, beteilige sich an Firmenfesten, führe regelmäßig Brandschutzerziehung im Kindergarten durch oder berate Bürger in Sachen Brandschutz in den eigenen vier Wänden. „Damit wollen wir dem Dorf in gewisser Weise etwas zurück geben, denn nur so funktioniert es am Ende“, sagt Hülgenhof. Demnächst darf sich die aktive Truppe wieder auf Zuwachs freuen. Für 2020 hat der Chef im Gerätehaus bereits drei neue Anmeldungen von Anwärtern im Ärmel. Zwei von ihnen kommen aus den eigenen Reihen der Jugendfeuerwehr, die erst vor Kurzem auf die stattliche Zahl von 10 Mitgliedern angewachsen ist.

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