Kommentar für Apolda

Streit um Sinn und Unsinn

Dirk Lorenz-Bauer blickt auf das heikle Thema A-Brücke.

Dirk Lorenz Bauer

Dirk Lorenz Bauer

Foto: Peter Hansen

Die Debatte ums Projekt „Natourblüte“, mit dem sich Apolda als Außenstandort der Bundesgartenschau in Erfurt 2021 beteiligen möchte, dürfte noch spannend werden. Unter anderem gehört zum Beitrag neben dem Sängerstein auch das BauvorhabenA-Brücke zwischen Apolda und Kleinromstedt. In der Bevölkerung ist diesbezüglich durchaus Unmut zu hören. Nicht wenige Bürger halten das die Ringpromenade „schließende“ Bauwerk, von dem aus man auf die Stadt schauen können soll, für Geldverschwendung und einen Fall für den Bund der Steuerzahler.

Nun gut, über den Nutzwert lässt sich trefflich streiten. Anderes zu tun – das soll hier klargestellt sein – wäre für Apoldas Infrastruktur wichtiger, wenn man sich die baulichen und brandschutztechnischen Defizite in einigen Kindergärten vergegenwärtigt, marode Straßen oder das sanierungsbedürftige Stadthaus ansieht. Aber dafür gibt es möglicherweise gerade keine Fördergeld. Außerdem ist die Buga Erfurt eben nur 2021. Die Zeit drängt. Wenn die Stadt Apolda die A-Brücke 2021 fertig bekommen will, braucht es neben den Fördereuros auch den Zuschuss des Kreises – 200.000 Euro soll der geben.

Die Fraktionen Linkspartei, Grüne und SPD im Kreistag haben bereits beantragt, dass diese Summe gestrichen wird. Diese Brücke sei unnütz, heißt es bei den Grünen.