Toskanaworld investiert in ihr Bad Sulzaer Hotel

Bad Sulza  Neben der aktuellen Sanierung bei laufendem Betrieb starten Arbeiten an der einstigen Berufsschule zur Erweiterung des Hauses

Neu: Im Anbau des Haupthauses, wo bis 2017 die WFP-Berufsschule untergebracht war, entstanden in den vergangenen Monaten 16 neue Hotelzimmer, mit einem offenen Wohnraumkonzept. Foto: Sascha Margon

Neu: Im Anbau des Haupthauses, wo bis 2017 die WFP-Berufsschule untergebracht war, entstanden in den vergangenen Monaten 16 neue Hotelzimmer, mit einem offenen Wohnraumkonzept. Foto: Sascha Margon

Foto: Sascha Margon

Mit einem Sanierungsmarathon werden derzeit im Haus 1 des Hotels an der Toskana Therme neue Standards gesetzt. Gleichzeitig wird mit der Sanierung den gestiegenen Brandschutzanforderungen Genüge getan. 72 Hotelzimmer sollen bis Ende des Jahres im neuen Glanz erstrahlen. Gebaut wird in zwei Etappen – und bei laufenden Betrieb. Eine Herausforderung, die man gut meistert, wie Residenz-Leiterin Susanne Wündsch bestätigt. Derzeit werden die vier Etagen der Westseite mit Blick zur Therme in die Kur genommen. Sind die rund 30 Handwerker, die alle aus der Region stammen, hier fertig, gehts auf der Ostseite weiter.

Gebaut wird in mehreren Abschnitten

Bereits fertig gestellt wurden – bis Ende März – die neuen Hotelzimmer im nördlichen Anbau des Hotels. Die federn nun den Ausfall der aktuell im Bau befindlichen Zimmer ein wenig ab. Wo einst die Schulräume der WFP-Berufsschule ihren Platz fanden, darf nun in 16 Doppelzimmern und zwei Studios mit gehobenen Standard genächtigt und sich erholt werden. Damit wird die Sanierung auch gleichzeitig zu einer Hotelerweiterung.

Architekt Andreas Ollertz aus Fulda, der dem Unternehmen seit Jahrzehnten zur Seite steht, hat sich für die Neugestaltung der Räume ein offenes Konzept ausgedacht. Da, wo vorher eine Mauer das Bad abtrennte, wurde nun der Sanitärbereich lediglich durch Glas-Schiebeelemente und Spiegel geschickt vom Rest des Raumes getrennt. Gleichzeitig bleibt der Bereich integriert und erzielt damit eine großzügigere Raumwirkung. Mit eingeflossen sind in die Planung nicht nur die Hinweise von den leitenden Mitarbeitern, sondern auch von den Hotelgästen selbst, wie General-Manager Christian Lohmann verrät.

In den kommenden Jahren, will das Unternehmen um Marion Schneider und Klaus-Dieter Böhm auch noch den dritten und letzten Abschnitt in Angriff nehmen. Der erstreckt sich über den Seitenflügel mit dem Restaurant Felix und den Blick in den Wunderwald.

Während das Haupthaus, gebaut Ende der 1950-er Jahre, einst als Wohnheim für Ärzte, Schwestern und Patienten genutzt wurde, kam Mitte der 1970-er Jahre der Anbau als Badehaus hinzu. Nach 1990 wurde das Gebäude dann zur Rehaklinik umgebaut, die kurze Zeit später den neuen Bundesgesetzten zum Opfer fiel und fortan leer stand.

Erst 1999 erlebten die alten Mauern ihre Wiedergeburt als nun bekanntes Hotel. Im Anbau fand die private Berufsfachschule WFP ihren Platz, wo bis vor knapp zwei Jahren Physiotherapeuten und Masseure, sowie medizinische Bademeister, ausgebildet wurden.

Heute befinden sich hier – neben den 16 neuen Hotelzimmern – auch ein Teil der Toskana-World-Verwaltung, wie die Lohnbuchhaltung, die Finanzverwaltung und das Marketing.

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