Turmfalken verenden an Niederroßlas Kirche

Niederroßla.  Fünf tote Falken hängen derzeit an der Kirche in Niederroßla. Wer sie herunterholt, ist derzeit vollkommen ungeklärt.

Die Turmfalken verfingen sich offenbar in den Taubennetzen und verendeten so am Kirchturm.

Die Turmfalken verfingen sich offenbar in den Taubennetzen und verendeten so am Kirchturm.

Foto: Thomas Pake

Offenbar beschäftigen die fünf verendete Turmfalken an der Kirche in Niederroßla einige Bürger doch sehr. Nun tauchten Fotos im Internet auf. Hoch oben, in luftiger Höhe haben sie sich die Falken unlängst verfangen, ohne einen Ausweg zu finden.

Die Netze wurden seinerzeit angebracht, um Tauben davon abzuhalten, die Verzierungen an der Fassade zu verunreinigen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte ein Bürger, dass im benachbarten ehemaligen Kuhstall Falken gebrütet haben und die Jungtiere zwecks Flugübungen möglicherweise hinüber zu den Bäumen am Friedhof geflogen sind, wo sie später in die Netze gerieten.

Wie nun mit den toten Tieren an der Kirche verfahren werden soll, ist bislang unklar. Der Gemeindekirchenrat hat sich dazu bereits beraten, das Problem sei also bekannt und man suche nach einer raschen Lösung, erklärte Andreas Schuchert, Vorsitzender der Gemeindekirchenrates auf Nachfrage.

Er habe außerdem mit dem Kreis-Amtstierarzt gesprochen. Auch mit dem Burg- und Heimatverein stünde man im Kontakt. Der wiederum habe Unterstützung signalisiert, versichert Andreas Schuchert.

Bei der Feuerwehr Niederroßla hieß es, dass man dorthin nicht gelangen könne. Selbst wenn eine Drehleiter zur Verfügung stünde, man käme mit dieser nicht nahe genug ans Gebäude, so sei mit einer Drehleiter dort also nichts anzufangen. Eher schon werde dort eine Hebebühne oder vielleicht ein Gerüst benötigt.

Ein Anruf bei Bürgermeisterin Katrin Wörpel ergab, das diese noch gar keine Kenntnisse hat. Sie sagte, dass das zunächst Sache der Kirche sei und diesen sich zwecks Unterstützung noch nicht bei der Verwaltung gemeldet habe.

Schuchert wiederum betonte, dass es in Kontakt mit Ortschaftsbürgermeister Ralf Lindner stünde. Gespräche liefen nicht zuletzt mit dem Kreiskirchenamt, um später eine dauerhafte Lösung zu bekommen.