Überdimensionale Dunstabzugshaube schwebt über Bad Sulza

Bad Sulza.  2. Bauabschnitt bei der Sanierung der Siedepfanne V in Bad Sulza hat begonnen. Brodemfang mit Kran von Dach gehoben.

Mit der Entfernung des so genannten Brodemfangs haben die Sanierungsarbeiten um den 2. Bauabschnitt der Siedepfanne V in Bad Sulza offiziell begonnen. Vorne steht Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze, daneben Karsten Liebeskind von der gleichnamigen Zimmerei.

Mit der Entfernung des so genannten Brodemfangs haben die Sanierungsarbeiten um den 2. Bauabschnitt der Siedepfanne V in Bad Sulza offiziell begonnen. Vorne steht Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze, daneben Karsten Liebeskind von der gleichnamigen Zimmerei.

Foto: Martin Kappel

Wo andernorts die Bauarbeiten mit der Legung eines Grundsteins beginnen, fiel Mittwochmittag der offizielle Startschuss für die Sanierung der Siedepfanne V in Bad Sulza, indem der so genannte Brodemfang von dannen schwebte. Für 240.000 Euro – davon 120.000 vom Bund und 50.000 Euro vom Land – saniert die Landgemeinde nun den zweiten Teil des historischen Bauwerks.

Ungefähr fünf Monate sollen die Arbeiten dauern. Dazu werden sämtliche Holzbestandteile abgebaut, auf den Zustand überprüft und je nach Eignung wieder verbaut. Wer das freigelegte Dach und den inneren Aufbau sieht, der braucht keine Wasserwaage, um zu erkennen wie verformt der Gebäudeteil ist.

Historischer Bau der Siedepfanne war dem Verfall geweiht

Offenbar sind in der Vergangenheit Bausünden begangen worden, seien sogar tragende Bauteile einfach entfernt worden, erklärt Karsten Liebeskind von der gleichnamigen Zimmerei und Altbausanierungsfirma aus Apolda-Rödigsdorf. In den 80er Jahren wurden Teile der noch vorhandenen Konstruktion dann mit massiven Stahlriegeln ausreichend verstärkt, dass das Gebäude heute noch stehe.

In Augenscheinlich besserem Zustand ist der Brodemfang, der von einer bereits abgerissenen Siedepfanne stammen soll. Diese benötigt keine grundhafte Sanierung. Die Firma Schwerlast Weise aus Mörsdorf baute dazu den passenden Kran auf, damit die hölzerne Krone vorsichtig entfernt werden konnte.

Überdimensionale Dunstabzugshaube lagert neben Baustelle

Der 74-jährige Volker Kaufmann habe dem Team von Karsten Liebeskind mit seinem Kran-Expertenwissen wertvolle Tipps zur Durchführung gegeben. Immerhin ist die überdimensionale Dunstabzugshaube – „Brod“ komme schließlich vom Brodeln – knapp sieben Meter hoch und zwei Tonnen schwer. Am Ende setzte diese sanft neben dem Gerüst der Baustelle auf.

Landgemeinde-Bürgermeister Dirk Schütze war bei dem eindrucksvollen Moment dabei und begeistert von der Arbeit. Durch das Bauvorhaben und die Fördermittel könne sich die Region ihre Heimat erhalten. Spätestens jetzt seien die Ängste jener Stadträte widerlegt, die sich seiner Zeit gegen eine Sanierung der Siedepfanne V in zwei Bauabschnitten ausgesprochen hätten.

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