Utenbacher trotzen Krise: Festhalle erstrahlt in neuem Glanz

Utenbach.  Die Zeit des Lockdowns und der abgesagten Veranstaltungen haben Ehrenamtliche des Heimatvereins Utenbach in geradezu vorbildlicher Weise genutzt.

Präsentieren die fast fertig sanierte Festhalle in Utenbach: Dominik Schnellert (Hallenwart, links), Pierre Darnstedt (Vorstandsvorsitzender Heimatverein Utenbach) und der Vereinsnachwuchs.

Präsentieren die fast fertig sanierte Festhalle in Utenbach: Dominik Schnellert (Hallenwart, links), Pierre Darnstedt (Vorstandsvorsitzender Heimatverein Utenbach) und der Vereinsnachwuchs.

Foto: Martin Kappel

Für gute Schlagzeilen sorgt der Heimatverein Utenbach. Corona zum Trotze laufen in der Festhalle im Apoldaer Ortsteil umfangreiche Sanierungsarbeiten. Rein technisch könnten die nächsten Großveranstaltungen bereits für den Januar geplant werden – wenn da nicht das Virus wäre.

„Der Blick in die Zeitung war wenig erfreulich“, so Vereinsvorstandsvorsitzender Pierre Darnstedt. Deswegen habe er die Öffentlichkeit über die Neuerungen informieren wollen. Viel ist seit dem Frühjahr geschehen. Noch bevor die Pandemielage eingetreten war, hatten die Ehrenamtlichen schon die seitliche Wandverkleidung in der großen Halle erneuert.

Festhalle Utenbach erstrahlt in völlig neuem Glanz

„Und dann ging gar nichts mehr“, erinnert sich Pierre Darnstedt an die Ernüchterung durch den Lockdown. Zu diesem Zeitpunkt keimte die Hoffnung, doch im Oktober die Kirmes wieder unter bestimmten Auflagen durchführen zu können. In freudiger Erwartung kam nun auch die Tanzfläche vor der Bühne in die Kur.

Das gut 25 Jahre altes Holz, auf dem schon so mancher Tanz zu Leidenschaft und lebenslanger Liebe wurde, wurde also ebenfalls erneuert. Doch erneut machte die Gesamtlage den Plänen der Ehrenamtlichen einen Strich durch die Rechnung.

„Wieder war es eine Bierlaune – und wir beschlossen auch noch die hintere Wandverkleidung zu erneuern“, verrät Pierre Darnstedt, wie sich die Vereinsleute erneut nicht einschüchtern ließen. An Veranstaltungen, aber sicher nicht an Fleiß mangelte es in der Folgezeit. Die Bühne und der Eingangsbereich daneben wurden erneuert. Und schließlich kam dann auch noch der restliche Boden um die Tanzfläche dran. Dieser wurde zwar nicht ausgetauscht, dafür aber abgeschliffen.

Heimatverein Utenbach freut sich über Unterstützung

Mit Material und Rat und Tat zur Seite standen den Ehrenamtlichen die Firmen Kern Oberflächensysteme aus Sulzbach, die Tischlerei Kratz aus Utenbach, die Zimmerei Gwinner aus Utenbach, B&R Holzhandel Apolda sowie die neu gegründete Fußböden-Fachfirma Oliver Kühn.

„Theoretisch könnte es traditionell mit dem Kabarett Anakonda im Januar schon losgehen“, so der Vereinsvorstand: „Realistischer ist aber vielleicht die Beat-Veranstaltung Mitte März.“ Pierre Darnstedt hofft, besonders die Utenbacher auf die neue Festhalle neugierig gemacht zu haben. Über Spenden würden sich wiederum die Ehrenamtlichen freuen – und sei es ein Kasten Heimatbier: „Holzstaub macht immer so eine trockene Luft“, zwinkert der Vereinschef.