Volkshochschule Weimar startet Frühjahrssemester

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Weimar.  Knapp 300 Kurse listet das Programm der Volkshochschule Weimar für die kommenden Monate auf. Viele finden im Internet statt.

Ulrich Dillmann, Leiter der Weimarer Volkshochschule, und Dorothea Stoeber-Grobe, pädagogische Mitarbeiterin, stellen das Programm des Frühjahrssemesters vor.

Ulrich Dillmann, Leiter der Weimarer Volkshochschule, und Dorothea Stoeber-Grobe, pädagogische Mitarbeiterin, stellen das Programm des Frühjahrssemesters vor.

Foto: Christiane Weber

Ausschließlich digital startet die Volkshochschule Weimar am Donnerstag, 4. Februar, in ihr Frühjahrssemester. Sowohl die Eröffnung der neuen Ausstellung „Bilderwelten“ mit Werken aus VHS-Kursen um 17.30 Uhr als auch der anschließende Info-Abend finden online statt. „Wohlwissend, dass wir nicht genau wissen, was wirklich stattfinden kann“, sagt VHS-Leiter Ulrich Dillmann, setze das Leitungsteam auf ein breites Angebot. Mit 299 Kursen und Veranstaltungen sowie 25 Projekten beziehungsweise insgesamt 8449 Unterrichtsstunden sei die Auswahl nicht geringer als 2020.

Am 15. Februar sollen die ersten Präsenzkurse in der VHS Weimar am Graben 6 beginnen – falls es keine pandemiebedingten Einschränkungen in den Bildungseinrichtungen durch Bund, Land und Stadt gibt. Doch auch für den Fall haben die VHS vorgesorgt: Mit einem großen Digitalangebot unter der Rubrik „daheim & unterwegs“.

„Für uns ist es immer noch das Wichtigste, dass Menschen zusammenkommen und miteinander lernen“, bekräftigt Ulrich Dillmann. Deshalb sollen die Präsenzkurse stattfinden, allerdings anders und kleiner. Nichtsdestotrotz habe die VHS ihr digitales Angebot ausgebaut. „Mit den digitalen Angeboten in der vhs.cloud können sich die Teilnehmenden in Vorträgen, Diskussionen oder digitalen Workshops informieren, weiterbilden und auch aktiv einbringen.“ Selbst Gesundheits- und Kochkurse werden digital angeboten. „Mal schauen, was wir für die nächsten Jahre aus diesen Erfahrungen lernen.“

Für eine konstruktive Auseinandersetzung mit dieser digitalen Welt und genauso mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Themen „müssen wir zu zukunftsfähigem Denken befähigt werden“, unterstreicht Dillmann.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sei deshalb das Schwerpunktthema des Deutschen Volkshochschulverbandes, an dem sich die VHS Weimar beteilige. „Nicht zuletzt, um zu zeigen, dass die Weiterbildung an den deutschen Volkshochschulen positiv besetzt bleibt", so Dillmann.

Beteiligen werde sich die VHS Weimar mit einer Veranstaltungsreihe im Frühjahr und im Herbst zudem am Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Darauf verwies VHS-Sprecher Ralf Finke. Geplant sind ein Stadtrundgang zu Stätten jüdischen Lebens in Weimar. Digital übertragen werde ein Gespräch zwischen dem Schriftsteller Navid Kermani und Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians_Universität München. Es gibt Vorträge über jüdisches Leben in Weimar und über jüdische Speisevorschriften.

Weil die Corona-Lockdowns auch eine Lern- und Bildungskrise auslösten, hat die VHS Weimar neue Kurse zum Thema Elternpädagogik ins Programm aufgenommen. Dorothea Stoeber-Grobe, pädagogische Mitarbeiterin, verweist auf einen weiteren neuen Kurs im Fachbereich Kulturelle Bildung: Ein Workshop werde in die „Kunst des Erzählens“ einführen.

Immer noch der größte Fachbereich sei nach den Worten von VHS-Leiter Ulrich Dillmann der Bereich Sprachen. Auch in diesem Semester habe die VHS Weimar ein breites Angebot an Kleingruppen für nicht so häufig nachgefragte Sprachkurse wie Arabisch oder Japanisch.

Trotz des großen Online-Angebotes und noch geschlossener Kultureinrichtungen: Die Tradition eines ausgedruckten Programmheftes behalte man auch in diesem Jahr bei, betont Ulrich Dillmann. Erschienen in einer Auflage von 4500 Exemplaren, liegt das Heft in Arztpraxen, Apotheken, Banken, Sparkassen und Geschäften sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen aus.

www.vhs-weimar.de