Wohldosierte Informationen auf neuen Tafeln am Ilmtal-Radweg

Niederroßla (Weimarer Land). Investitionen entlang der gesamten Strecke. Touristischen Anforderungen wird man so noch besser gerecht.

Ulrich Neumann (Mitarbeiter im Amt für Wirtschaftsförderung), Marlen Stumpf vom Sachgebiet Tourismus des Kreises, Amtsleiter für Kultur und Wirtschaft, Hans Jürgen Giese, der ehemalige Bürgermeister Hans-Jürgen Dietsch und Bürgermeister Ralf Lindner (von links) an der neuen Infotafel am Radweg in Niederroßla. Foto: Peter Hansen

Ulrich Neumann (Mitarbeiter im Amt für Wirtschaftsförderung), Marlen Stumpf vom Sachgebiet Tourismus des Kreises, Amtsleiter für Kultur und Wirtschaft, Hans Jürgen Giese, der ehemalige Bürgermeister Hans-Jürgen Dietsch und Bürgermeister Ralf Lindner (von links) an der neuen Infotafel am Radweg in Niederroßla. Foto: Peter Hansen

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Abgesehen von der kühlen morgendlichen Witterung herrschten am Montag beinahe ideale Bedingungen für Pedalritter. Es war trocken, blauer Himmel und Sonnenschein taten der Seele so richtig gut, und ein aufgeräumter Hans Jürgen Giese stand ebenfalls parat. Grund zur Freude hatte der Kreiskulturamtsleiter allemal, schließlich konnte kurz vorm Jahresschluss noch eine neue Informationstafel am Ilmtal-Radweg in Niederroßla eingeweiht werden. Direkt am Radweg im Bereich des Ilmschlösschenweges steht sie nun unübersehbar für jeden, der daran vorbei kommt. Gleich daneben findet sich eine hölzerne und der gleichnamigen Familie gesponserte "Dietsch-Bank", die zum Verweilen einlädt.

Ilmradweg mit 27 neuen Infotafeln aufgewertet

Die Tafel ist beidseitig mit Informationen versehen. Etwa zu Sehenswürdigkeiten in Niederroßla (Wasserburg mit ihrem 57 Meter hohen Bergfried sowie zur Kirche, die 1721 geweiht wurde). Darüber hinaus gibt es eine kurze Information zur Geschichte um die Elefantendame Miss Baba. Weiterhin finden das Kunsthaus Apolda Avantgarde, die Dauerausstellung "Olle DDR" sowie das Schloss Apolda Erwähnung. Die Texte (plus Bilder) sind kurz gehalten, fassen das Wesentliche aber gut zusammen, so dass man nicht gleich von Informationen erschlagen wird. Alles in allem sind sie für eine Erstinformation für Radfahrer vollkommen ausreichend - und sie machen wahrlich Lust auf mehr, auf den einen oder anderen Abstecher.

Außerdem findet sich auf der anti-graffiti-beschichteten Tafel noch ein Kartenausschnitt, der den Bereich zwischen den Gemeinden Oßmannstedt und Wickerstedt in den Fokus rückt.

Informationen zum Standort Niederroßla fehlen natürlich auch nicht. Genauso wenig wie QR-Codes für Smartphone­nutzer, eine Höhen-Profil-Grafik, Telefonnummer des Vereins Fremdenverkehrsverband Weimarer Land sowie weitere nützliche Informationen.

Zum Zweck aller neuen Tafeln meinte Hans Jürgen Giese: "Um die Attraktivität des Radtourismus und des Ilmtal-Radweges weiter zu verbessern sowie den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, wurden in Vorbereitung der Nachzertifizierung 2014 am gesamten Radweg und an bestimmten Knotenpunkten von Spangenverbindungen zusätzliche Informationstafeln aufgestellt."

Die Maßnahmen haben mit Blick aufs kommende Jahr durchaus Sinn. So wurde der Radweg, der mit dem Weimarer Land, dem Ilmkreis und der Stadt Weimar drei Gebietskörperschaften berührt, im Jahre 2011 durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club mit vier Sternen bedacht.

Radwegzertifizierung steht 2014 wieder an

Und zwar als bisher einziger in Thüringen, betonte Hans Jürgen Giese. Die Zertifizierung gilt jeweils für drei Jahre. Ergo: Sie steht 2014 wieder an, was durchaus im Zusammenhang mit der Informationstafel im Elefantendorf sowie den anderen 26 Tafeln - 15 davon im Weimarer Land - entlang des Weges steht. Aufgestellt wurden sie in Kooperation mit der Stadt Weimar (4 Stück) und dem Ilm-Kreis (8).

Die Gesamtkosten belaufen sich nach Auskunft des Amtsleiters für Kultur und Tourismus auf 23"216,90 Euro. Bei der Gestaltung der Infotafeln wurde das neue Layout der Familienmarke Thüringen angewandt. So kommt es, dass die Tafeln einheitlich nach den Gestaltungshinweisen für Informationen an Radfernwegen in Thüringen designt wurden.

Die Gestaltung übernahm die Firma "gudman" aus Weimar, die Herstellung und Montage verantwortete die Firma Schilder-Maletz Weimar.

Hans Jürgen Giese verwies darauf, dass all das nicht ohne die großzügige Unterstützung der Thüringer Aufbaubank Erfurt möglich gewesen wäre. Immerhin wurde das Projekt mit 90 Prozent gefördert.

Allein im Weimarer Land hat der Ilmtal-Radweg eine Länge von 65 Kilometern. In der Stadt Weimar sind es neun und im Ilmkreis 49 Kilometer. Man habe also das größte Stück an dieser "herrlichen touristischen Ader", was einen durchaus respektablen Unterhaltungsaufwand mit sich bringt, so Hans Jürgen Giese. Dafür habe man aber die landschaftlich reizvollsten Abschnitte, ist er sich sicher.

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