30. Geburtstag im Hangar gefeiert

André Heß
| Lesedauer: 3 Minuten
Arndt Steinke moderierte die Veranstaltung. Er hatte die gesamte Planung und Vorbereitung geleitet und wöchentliche Sitzungen in Vorbereitung der Feier  einberufen.

Arndt Steinke moderierte die Veranstaltung. Er hatte die gesamte Planung und Vorbereitung geleitet und wöchentliche Sitzungen in Vorbereitung der Feier einberufen.

Foto: Heike Schulze

Arnstadt.  Aeoro Club Arnstadt ist 30 Jahre alt und will mit Einblicken in Aerodynamik und Motorkunde junge Leute bei der Berufswahl unterstützen.

Gründe genug hatten die Mitglieder und Gäste am Samstag, gemeinsam den 30. Geburtstag des Aero Club Arnstadt e. V., natürlich in einem Flugzeughangar, zu feiern, schrieb Heiko Schulze. Es zeigte sich wieder, dass es im Verein nicht nur allein um das Fliegen geht. Mit der Begrüßung der Gäste durch Patrick Schmidt war schon zu erkennen, dass der Verein gute Partnerschaften zu befreundeten Vereinen und Einrichtungen hat. Rainer Köpke, Gründungsmitglied des Vereins, sparte nicht mit interessanten Details des Gründungsprozesses und markanten Episoden aus dem Vereinsleben. Gastredner Stefan Landes von der N3 Engine Overhaul Service GmbH konnte anhand der Entwicklungsplanung Optimismus für die Luftfahrzeugbranche herüberbringen und insbesondere auf den Bedarf, aber auch auf die Attraktivität der entsprechenden Berufe und Berufsausbildung verweisen. Auch Moderator Arndt Steinke wies mehrfach auf die Ambitionen des Vereins hin, einiges mehr für die Berufsorientierung Jugendlicher zu tun.

Martin Schädel von der CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH aus Erfurt ließ mit seinem Vortrag „Erfassung wichtiger Vitalparameter mit Lichtsensor im Ohr“ aufhorchen. Mögliche Luftfahrunfälle, hervorgerufen durch schleichende Änderungen der Sauerstoffsättigung im Blut, hohem Blutdruck und weiteren Vitalparametern sollen demnächst mit solch einem High-Tech-Mikrosensor vermieden werden können. Eine frühzeitige Signalisierung sollte nicht nur für die Piloten von Nutzen sein, sondern auch für Hobby- und Extremsportler. „Beide Vorträge machten sehr deutlich, welche Synergien es zwischen dem Luftsport und dem aktuellen Stand technischer Entwicklungen bzw. den Forschungsvorhaben in den Unternehmen unserer Region gibt“, so Heiko Schulze in seinem Bericht.

Grußworte vom Luftsportverband Thüringen, der Flugplatzgesellschaft, dem Kompetenzzentrum Arnstadt sowie der Manfred-Koch-Stiftung legten mit Nachdruck den Finger auf die Nachwuchsgewinnung sowohl für die Vereine als auch für die Unternehmen. Dazu konnten die Beiträge von Sven Kallenberg (Flugausbildung) und Heike Schulze unmittelbar Bezug nehmen. Letztere präsentierte mit dem Projekt PILOT, welches beim Ideenwettbewerbes MACHEN2021 ausgezeichnet wurde, die strategische Ausrichtung des Aero Club Arnstadt. In Zusammenarbeit mit Bildungspartnern möchte der Verein interessierte junge Menschen finden, die in die Theorie (wie Aerodynamik) und Fachpraxis (wie Motorkunde) im Verein Einblick nehmen können und dadurch beim Finden eines geeigneten Ausbildungsberufes unterstützt werden.

Den Gästen wurde eine Weiterentwicklung des Flugsimulators von Vereinsmitglied Eilif Monrad-Krohn gezeigt, der auf einem Ultralight-Flugzeug-Cockpit basiert. Dieser wird auch der Höhepunkt des Vereins während der „Tage der Vereine“ am 1. Oktober in Arnstadt in der Jahn-Sporthalle und am 8. Oktober in Ilmenau in der Campus-Sporthalle sein. Jung und Alt wird die Möglichkeit geboten, erste Flugerfahrungen in einem Cockpit zu sammeln und vielleicht Gefallen am Luftsport zu finden. Wen das interessiert oder wer vielleicht einen Schnupperflug über das schöne Thüringer Land erleben möchte, werfe einen Blick auf die Webseite www.aeroclub-arnstadt.de oder sende ein E-Mail an info@aeroclub-arnstadt.de.