Anwohner wollen einen Zaun Spielplatz am Stollen in Ilmenau

Ilmenau  Ausschuss diskutiert Vorschläge aus dem Ilmenauer Bürgerhaushalt. Gratisfahrschein für Senioren, die Führerschein abgeben, soll geprüft werden

Auf dem Spielplatz im Wohngebiet „Am Stollen“ in der Hans-Weihrach-Straße soll es abends nicht gerade ruhig zugehen.

Auf dem Spielplatz im Wohngebiet „Am Stollen“ in der Hans-Weihrach-Straße soll es abends nicht gerade ruhig zugehen.

Foto: Ralf Ehrlich

Einen Zaun um den Spielplatz des Wohngebietes „Am Stollen“ wollen Anwohner. Den Wunsch äußerten sie in einem Vorschlag für den Ilmenauer Bürgerhaushalt, der Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Sozial- und Gleichstellungsausschusses stand. Mit dem Zaun sollen die nächtlichen Aktivitäten auf dem Spielplatz eingeschränkt werden.

Von lärmenden Jugendlichen und Drogen, die im Spiel seien, berichteten die Anwohner. Abendliche Kontrollen von Ordnungs- oder Jugendamt regte Stadtrat Bernd Rocktäschel (Ilmenau Direkt) an. Das Problem falle in die Zuständigkeit der Polizei, entgegnete der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Mitzschke (Linke). Madeleine Henfling (Grüne) verwies auf Sozialarbeiter. Der Ausschuss empfahl der Stadtverwaltung, eine Anfrage bei Jugendpflegern und Polizei zu starten.

Mit dem Thema Spielplätze befassten sich elf der 23 Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt, die in den Themenbereich des Ausschusses fielen. Dabei ging es um die Schaffung von Spielplätzen für Kleinkinder, allgemein mehr Bäume auf Spielplätzen oder Spielplätze mit auswechselbaren Geräten.

Aufgrund der Fülle der Vorschläge zum Thema Spielplätze machte Karl-Heinz Mitzschke den Vorschlag, die Verwaltung solle einen Spielplatzbericht erstellen. Von einer „Mammutaufgabe“ sprach Kulturamtsleiter Nico Debertshäuser. „Da muss eine vernünftige Zeitspanne eingeplant werden“, so der Amtsleiter. Auf Vorschlag des Ausschusses soll sich Debertshäuser erkundigen, wie viel Zeit ein Bericht in Anspruch nimmt.

Ein weiterer Beitrag aus dem Bürgerhaushalt war eine Gratisdauerfahrkarte für Senioren, die ihren Führerschein freiwillig abgeben. „Eine gute Idee“, fand Mitzschke. „Unser Nahverkehrsangebot ist im Vergleich zu größeren Städten lächerlich“, sagte Stefan Mohr (CDU). Bürgerbusse fehlen, gab Johanna Kielholz die Meinung des Seniorenbeirates wieder. Der Ausschuss entschied, dass die Verwaltung prüfen soll, ob der Gratisfahrschein möglich wäre.

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