Arnstadt: Kundgebung vor dem Amtsgericht

Arnstadt.  Veranstalter einer Kundgebung fordern mehr Härte gegen Täter, die Frauen bedrohen oder ihnen körperlich zusetzen

Am Tatort im Elxlebener Weg erinnern ein Fahrrad und viele Blumen und Kerzen an die ermordete 40-Jährige.

Am Tatort im Elxlebener Weg erinnern ein Fahrrad und viele Blumen und Kerzen an die ermordete 40-Jährige.

Foto: Britt Mandler

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„Femizide verhindern – Opferschutz statt Täterschutz“ ist das Motto einer Demonstration, die am Donnerstag, dem 30. Juli, ab 18.30 Uhr vor dem Arnstädter Amtsgericht stattfinden wird.

Anlass für die Kundgebung ist der Tod einer 40-Jährigen am Freitag vergangener Woche. Ihr ehemaliger Partner hatte die Radfahrerin im Elxlebener Weg mit dem Auto gerammt. Die Mutter zweier Kinder starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Der schrecklichen Tat sollen über Monate Bedrohungen der Frau durch den Mann vorausgegangen sein, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Um einen Einzelfall handelt es sich nicht, so die Anmelder der Kundgebung. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 135 Frauen durch ihren Partner oder Expartner getötet, 63 weitere teils schwer verletzt. Fünf Frauen gelten als vermisst und sind wahrscheinlich tot. Auch starben 15 Kinder im Zusammenhang mit Femiziden, hieß es seitens der Organisatoren. Zu ihnen gehören auch die Grünen im Ilm-Kreis.

Die Veranstalter fordern ein konsequenteres Vorgehen von Behörden und Gerichten gegen die Täter häuslicher Gewalt und gegen Stalker sowie eine Reform des Gewaltschutzgesetzes. Die Freiheitsrechte der Täter dürften nicht über die Interessen der Opfer gestellt werden.

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