Arnstadt: Tierpark soll mehr Geld bekommen

Arnstadt  Werkausschuss Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt unterstützt zudem große Gala zum Mauerfall am 9. November.

Niclas (9) ist ein Tierparkfan und darf auch schon einmal die Alpakas füttern.

Niclas (9) ist ein Tierparkfan und darf auch schon einmal die Alpakas füttern.

Foto: Hans-Peter Stadermann

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Das Marienstift soll nach 25 Jahren für seine Tätigkeit im Arnstädter Tierpark „Fasanerie“ mehr Geld von der Stadt bekommen. Dafür gab der Werkausschuss Kulturbetrieb jetzt grünes Licht. Der Stadtrat muss aber noch zustimmen.

Der Vertrag, so erklärte Jörg Neumann, Leiter des Kulturbetriebes, stamme aus dem Jahr 1995 und habe sich damals auf 72.000 D-Mark jährlichen Zuschuss belaufen, was später in rund 36.800 Euro umgerechnet wurde. „Das Marienstift hat uns deutlich gemacht, dass damit nur die Hälfte der anfallenden Kosten gedeckt sind“, so Neumann. Der Tierpark wird von zwei städtischen Mitarbeitern mit Unterstützung durch die Werkstatt am Kesselbrunn und das Johannes-Falk-Projekt betrieben. Ohne die Unterstützung des Marienstifts wäre die Einrichtung in der heutigen Form nicht haltbar. Ab Januar 2020 will die Stadt nun 40.000 Euro zahlen und jährlich fünf Prozent draufschlagen. Gelten soll der neue Vertrag für zunächst fünf Jahre.

An die politische Wende im Theater erinnern

Am 9. November will das Theater mit einer großen Gala an 30 Jahre Mauerfall erinnern. Eigentlich war dies als normale Theaterveranstaltung mit Eintritt gedacht. „Aber wir denken, es würde Arnstadt gut zu Gesicht stehen, wenn wir an dieses Ereignis offen für alle erinnern. Der Mauerfall hat auch keinen Eintritt gekostet“, erklärte Theatervereinsvorsitzender Reinhard Köhler. Beim Werkausschuss Kulturbetrieb stieß er damit Dienstag auf offene Ohren.

Dieser bewilligte sofort 1500 Euro aus der Kulturförderung. Auf eine ähnliche Summe vom Kreis hofft nun Reinhard Köhler noch. „Wir sind in Gesprächen mit der Landrätin.“ Denn die Gala soll dann als gemeinsame Erinnerungsfeier von Stadt, Kreis und Theaterverein fungieren. Wenn der Kreis das notwendige Geld zusteuert, dann wird der Eintritt für alle kostenlos sein. „Bereits erworbene Karten werden wir zurückzahlen“, so Köhler. Während der Gala wird es eine Talkrunde mit Zeitzeugen, Filmeinspielungen sowie Musik aus Ost und West aus dem Jahr 1989 geben.

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