Arnstadt: Wenn Schüler zu Künstlern werden

Antonia Pfaff
| Lesedauer: 2 Minuten
Sven Weinreich, Kunstlehrer der Arnstädter Bosch-Schule, eröffnet die Ausstellung in den Stadtwerken. 

Sven Weinreich, Kunstlehrer der Arnstädter Bosch-Schule, eröffnet die Ausstellung in den Stadtwerken. 

Foto: Stadtwerke Arnstadt

Arnstadt.  Die Jugendlichen der Arnstädter Bosch-Regelschule präsentieren ihre Bilder in einer Ausstellung in den Stadtwerken.

Sven Weinreich ist begeistert und sichtlich stolz. Der Kunstlehrer der Arnstädter „Robert-Bosch-Regelschule“ führt die Gäste durch die Ausstellung „Das Kind als Künstler“. In den Stadtwerken Arnstadt sind über 40 Werke von Schülern der sechsten bis neunten Klasse zu bestaunen.

Es ist bereits das zweite Projekt zwischen Schule und Stadtwerken. Im vergangenen Jahr gestalten die Jugendlichen der neunten Klasse das neue Logo für die Stadtwerke Arnstadt. Der Regenbogen als Zeichen für Toleranz ist mit eingearbeitet. Nur ein Jahr später stehen die Kreativität und das Engagement der Mädchen und Jungen erneut im Fokus. Die nun ausgestellten Werke sind größtenteils unter pandemischen Bedingungen entstanden, sagt Weinreich. Während viele Schüler die Kunstaufträge über die Cloud erhalten haben, sind etliche andere Werke im Kunstunterricht und der Arbeitsgruppe entstanden. „Der Drang nach musisch und künstlerischen Aufgaben ist riesig“, erzählt der Kunstlehrer. Denn gerade während er Corona-Zeit hätten nur die Kernfächer im Fokus gestanden. Kunst hingegen sei weggefallen beziehungsweise freiwillig gewesen. „Umso schöner ist es, dass solche tollen Bilder entstanden sind“, lobt der Lehrer.

Die Jugendliche gestalten ihre Bilder nach Vorbildern der klassischen Moderne, insbesondere Vincent van Gogh, Pierre-Auguste Renoir und Claude Monet. Dabei setzen die Schüler einen Schwerpunkt, adaptieren den Stil und verändern ihn mit eigenen Ideen und viel Kreativität. „Die Bilder sind damit nicht kopiert, sondern weiterentwickelt, indem beispielsweise die Struktur verändert worden ist“, erklärt Weinreich. Etwa 70 Prozent der Werke seien auf diese Art entstanden. Sichtlich stolz zeigt sich auch Schulleiterin Margitta Smarczewski. „Es ist beeindruckend, wie gut die Bilder geworden sind.“

Die Ausstellung kann in den Fluren und Konferenzräumen der Stadtwerke Arnstadt zu den Öffnungszeiten angeschaut werden. Gruppen möchten sich im Vorfeld bitte anmelden.