Arnstädter Bahnhof wird für Pendler immer wichtiger

Arnstadt.  Am Bahnhof in Arnstadt muss noch einiges geschehen. Aufenthalts- und Servicequalität lassen derzeit zu wünschen übrig.

Das Gelände am Hauptbahnhof in Arnstadt soll umgestaltet werden.

Das Gelände am Hauptbahnhof in Arnstadt soll umgestaltet werden.

Foto: Hans-Peter Stadermann

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Arnstädter Hauptbahnhof wird in Zukunft nicht nur als Eingangstor für die Stadt, ihre Einwohner und ihre Gäste selbst an Bedeutung gewinnen, mit der Ansiedlung von CATL und weiteren Firmen, die im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz in den nächsten Monaten Arbeitsplätze in erheblicher Größenordnung schaffen, wird er auch für Pendler zunehmend wichtiger.

Verschiedene Möglichkeiten der Mobilität für Pendler

Aber: Die Aufenthalts- und Servicequalität im und rund um den Bahnhof lässt zu wünschen übrig. Das wissen nicht nur jene, die dort täglich ein-, aus- oder umsteigen, das weiß man auch in der Stadt – spätestens seitdem es eine so genannte Gunstraumstudie gibt, die genau dieses Urteil fällt.

Ideen gibt es einige. Landrätin Petra Enders (Linke) warb des Öfteren für ein Mobilitätszentrum und das ausdrücklich mit Sicht auf das Gewerbegebiet Erfurter Kreuz und die dort arbeitenden Menschen. Vorstellbar wären neben dem regulären Bahn- und deutlichen Verbesserungen für den Busverkehr dort unter anderem Parkplätze für Pendler, Ausleihstationen für Elektro-Scooter und natürlich auch Aufladestationen für Elektroautos sowie sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Mit diesen Angeboten könnten Arbeitnehmer nach dem Aussteigen aus der Bahn umweltfreundlich zu ihren Arbeitsstellen am Erfurter Kreuz fahren. Das sind knapp drei Kilometer oder gut sieben bis zehn Minuten Fahrzeit mit dem Rad.

Planungen zum Ausbau der Radwege

Die Stadt und der Landkreis verfolgen auch Pläne für einen Radschnellweg ins Industriegebiet. Franz-Josef Willems, der Chef der Initiative Erfurter Kreuz, schätzt, dass schon jetzt bis zu 100 Leute mit dem Fahrrad von Arnstadt aus zur Arbeit ins Erfurter Kreuz fahren – Tendenz steigend. Von Ichtershausen her ist ein Radweg bis zum Gewerbegebiet fertig, am Arnstädter Lokschuppen beginnt ein ebenfalls fertiges Teilstück Richtung Gewerbegebiet, hier fehlt noch der Lückenschluss zum Bahnhof. Für einen Radschnellweg – kreuzungsfrei mit entsprechender Breite und Beleuchtung – von den Bahnhöfen in Neudietendorf und Arnstadt zum Gewerbegebiet wird derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Was das Bahnhofsgebäude selbst betrifft, so gibt es laut Bauausschusschef Joachim Lindner (Pro Arnstadt) bei der Bahn Überlegungen, es „irgendwann in den nächsten Jahren zu verkaufen“. Dann hätte die Stadt ein Vorkaufsrecht und könnte – falls sie es wahrnimmt – selbst bestimmen, was dort geschieht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren