Auch zu Coronazeiten gibt es Geschenke

Gossel.  Biabellabimbathlon wird zwar verschoben, Weihnachtspräsente werden dennoch gesammelt

Mandy Fischer und Vivien Wagner von Spielewelt Schmidt in Arnstadt präsentieren die Biabella-Weihnachtsbox. Wer teilnehmen möchte, meldet sich im Laden in der Zimmerstraße.

Mandy Fischer und Vivien Wagner von Spielewelt Schmidt in Arnstadt präsentieren die Biabella-Weihnachtsbox. Wer teilnehmen möchte, meldet sich im Laden in der Zimmerstraße.

Foto: Hans-Peter Stadermann

„Die Zeiten sind schwierig. Dennoch halten wir an Bewährtem fest.“ Heiko Meyer vom Biabellabimbathlon-Verein klingt fröhlich, als er ans Telefon geht.

Normalerweise würden die Vereinsmitglieder um diese Jahreszeit knietief in den Vorbereitungen des nächsten Biabellabimbathlons, einer sportlich ambitionierten, aber durchaus witzigen Veranstaltung, stecken. Sie bildete immer zum Jahresbeginn einen Höhepunkt auf dem Sportplatz in Gossel.

„Angesichts der derzeitigen Umstände wird es aber keine Winterauflage geben“, bedauert Meyer. Daher hat der Verein beschlossen: Der Biabellabimbathlon wird nachgeholt, sobald es geht. „Wenn es nicht im Winter machbar ist, dann eben im Sommer“, sind die Veranstalter optimistisch.

Eine zweite Vereinsaktivität wollten die Mitglieder aber auf gar keinen Fall Corona opfern: das Sammeln von Weihnachtsboxen. Seit vier Jahren schon werden Kinder von Familien, die auf die Unterstützung durch die Arnstädter Tafel angewiesen sind, damit unterstützt. Auch in der Kindervilla Stadtilm werden immer Geschenke abgegeben.

Aufgrund der Hygieneauflagen ist ein Sammeln von Boxen wie in den Vorjahren aber nicht machbar. „Wir können sie weder abholen noch irgendwo entgegennehmen“, beschreibt Heiko Meyer die Zwänge. Daher freut er sich, dass das Team der Spielewelt Schmidt sich als Partner zur Verfügung stellte. Im Geschäft in der Zimmerstraße wurden kleine Geschenke zusammengestellt. Wer die Aktion unterstützen möchte, spendet dort fünf Euro. Der Verein füllt die Päckchen dann noch mit Süßem auf und verpackt sie hübsch.

Ende November / Anfang Dezember sind hoffentlich alle der bislang rund 190 Boxen verkauft. Sobald eine von ihnen fertig ist, wird sie bei der Tafel eingelagert, so dass der Nachwuchs rechtzeitig zum Fest seine Überraschung bekommt. „Wir lassen niemanden hängen – schon gar nicht in solchen Zeiten“, hofft Heiko Meyer auf viel Unterstützung.