Aufstallungspflicht für Geflügel im Ilm-Kreis

Ilm-Kreis.  Der Ilm-Kreis reagiert mit einer Allgemeinverfügung auf den Geflügelpest-Befund.

Die Haltung von Geflügel ist in Teilen des Ilm-Kreises laut einer Allgemeinverfügung nur in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung erlaubt. (Symbolbild)

Die Haltung von Geflügel ist in Teilen des Ilm-Kreises laut einer Allgemeinverfügung nur in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung erlaubt. (Symbolbild)

Foto: Christophe Gateau/dpa

Das Landratsamt Ilm-Kreis erlässt ab Dienstag eine Allgemeinverfügung zur Aufstallungspflicht von Geflügel. Betroffen sind Teile des Stadtgebietes Ilmenau, die Stadt Arnstadt einschließlich des Ortsteils Rudisleben, die Gemeinde Dornheim, Amt Wachsenburg, Ortsteil Ichtershausen sowie Amt Wachsenburg, Ortsteil Sülzenbrücken.

Mit der Allgemeinverfügung reagiert das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt auf die ersten Geflügelpest-Befunde in Thüringen, heißt es aus dem Landratsamt.

Haltung nur in geschlossenen Ställen erlaubt

Die Haltung von Geflügel sei damit nur in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung erlaubt. Die Schutzvorrichtung muss den Kontakt zu Wildvögeln wirksam verhindern und darf eine Maschenweite von 25 Millimetern nicht übersteigen.

Des Weiteren wurde am 7. Januar eine Allgemeinverfügung des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz zu vorbeugenden Bio-Sicherheitsmaßnahmen für alle Geflügelhaltungen in Thüringen, unabhängig von der Größe, erlassen. Diese umfassen neben Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen auch das Verbot des Zukaufs von Geflügel über mobile Händler, Geflügelmärkte und Geflügelbörsen.

Hintergrund für die nötigen Verordnungen ist der Nachweis der Geflügelpest in einer Geflügelhaltung im Landkreis Nordhausen, die bereits am 6. Januar bekannt wurde.