Bahnhofstraße wird ab Oktober wieder zur Baustelle

Plaue.  Im kommenden Jahr soll der Postplatz in Plaue umgestaltet und attraktiver gemacht werden

Ab Oktober soll der Straßenbau in der Bahnhofstraße in Plaue weitergehen –  diesmal vom Postplatz bis zur Gerabrücke.

Ab Oktober soll der Straßenbau in der Bahnhofstraße in Plaue weitergehen – diesmal vom Postplatz bis zur Gerabrücke.

Foto: Britt Mandler

Langsam rollt ein Auto am Postplatz vorbei. Es holpert mächtig, als es durch die Schlaglöcher geht. „Es wird Zeit, dass wir auch hier die Fahrbahn sanieren“, sagt Bürgermeister Jörg Thamm (CDU). Die Bahnhofstraße, die in einem ebenso furchtbaren Zustand war, ist in weiten Teilen bereits hergerichtet. Nun soll es rund um den Postplatz und bis zur Gerabrücke weitergehen. Am liebsten hätte die Stadt bereits im Frühjahr den Startschuss gegeben, doch ließ das beantragte Fördergeld auf sich warten. „Nun ist der Bescheid aber endlich da“, sagt der Bürgermeister. 550.000 Euro gibt der Freistaat für die beiden Bauabschnitte in diesem und im kommenden Jahr. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 1,1 Millionen Euro. Auch der Wasser- und Abwasserzweckverband beteiligt sich, die TEN verlegt Gasleitungen und der Ilm-Provider schnelle Internetkabel.

„Wir haben vor, spätestens im Oktober anzufangen“, so Jörg Thamm. In diesem Jahr soll die Holperpiste vom Postplatz bis zur Gerabrücke in die Kur kommen. Im kommenden Jahr ist dann der Postplatz an der Reihe – ein Vorhaben, das relativ aufwändig ist. Denn rund um den Platz führen nicht nur drei Straßen. Es müssen auch Bushaltestellen und Parkplätze angeordnet werden. Und unter dem Platz verläuft der verrohrte Kaufmannsborn, durch den das Wasser vom Vogelsteich zur Gera fließt. Der Kanal ist an einigen Stellen eingebrochen, daher soll er erneuert werden.

Der Platz als solches, den momentan eine wenig attraktive Grünfläche ziert, wird ebenso saniert. „Dafür bekommen wir Städtebaufördermittel“, ist Jörg Thamm dankbar. Erst vor wenigen Tagen war er in der Landeshauptstadt, um mit dem Fördermittelgeber gestalterische Absprachen zu treffen. Das Ziel ist klar: Der Postplatz soll wieder ein Ort werden, an dem man sich gerne trifft, Zeit verbringt, vielleicht hin und wieder auch einmal feiert.

Rechtzeitig vor dem Baustart soll es eine Einwohnerversammlung geben, kündigt der Bürgermeister an. Die Grundstückseigentümer, die von der Baumaßnahme unmittelbar betroffen sind, werden zudem separat über den Bauablauf informiert. Anders als in der Bahnhofstraße muss der Verkehr übrigens nicht halbseitig am Baufeld vorbeigeführt werden. Diesmal ist eine Umleitung möglich – über die Uferstraße.

Wie lange die Bauarbeiten dauern, kann Thamm noch nicht sagen. „Wenn wir erneut keinen Winter bekommen, geht es schneller. Bei Frost müssen wir aber pausieren“, betont er.