Arnstädter Jugendbeirat will Baum des Jahres pflanzen

Arnstadt.  Ein knappes halbes Jahr nach seiner Gründung hat der Arnstädter Kinder- und Jugendbeirat erste Projekte angeschoben. Weiteres ist in Planung.

Mirijam und  Lena-Madeleine (von links) vom Kinder- und Jugendbeirat  zeigen Bürgermeister Frank Spilling die Collage zu den Kinderrechten.

Mirijam und Lena-Madeleine (von links) vom Kinder- und Jugendbeirat zeigen Bürgermeister Frank Spilling die Collage zu den Kinderrechten.

Foto: Berit Richter

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„Dürfen wir einmal ihr Dienstzimmer sehen?“ Es war ein eher bescheidener Wunsch, welchen die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates (KJB) an den Arnstädter Bürgermeister Frank Spilling (parteilos) hatten. Er wurde umgehend erfüllt, auch wenn Spilling einräumte, „dass es bei mir gerade etwas unaufgeräumt aussieht.“

Zuvor hatten die Jugendlichen von ihrer Arbeit berichtet. Seit im Juli der Kinder- und Jugendbeirat in Arnstadt wieder gegründet wurde, waren sie sehr fleißig. „Jeden Monat treffen wir uns einmal“, erzählte Lena-Madeleine Winter, die Vorsitzende. Dabei wurden Arbeitsgruppen gegründet. Eine beschäftigt sich mit dem Kino. „Wir wollen Arnstadt beleben“, sagte Lena-Madeleine.

Am 17. November lud der KJB erstmals zum Kinonachmittag ins Theater. Immerhin 50 Kinder und Jugendliche wollten die Abenteuer von „Captain Marvel“ sehen. Bis zu viermal im Jahr sollen solche Kinonachmittage stattfinden. Auch um Klima- und Umweltschutz sowie die Müllbeseitigung wolle sich der KJB kümmern. Im September ließen sich die elf Mitglieder von Jürgen Ludwig den Arnstädter Baumbestand erklären. Der KJB möchte einen Baum des Jahres pflanzen, in zentraler Lage und als Symbol für sein eigenes Werden und Wachsen.

Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Frage eines Büros. Denn gern möchten die Mädchen und Jungen im Jugendclub „Auf der Setze“ regelmäßige Sprechzeiten anbieten. „Woher nehmen wir die Möbel? Nutzen wir ausrangierte der Verwaltung, kaufen wir neue oder bauen wir selbst welche?“, umriss Lena-Madeleine die Fragen, mit denen sich die Arbeitsgruppe beschäftigt. Auch ein Jugendcafé als Treffpunkt in zentraler Lage steht als Projekt an.

Darüber hinaus bereitet sich der KJB auf die Aufnahme in den Thüringer Dachverband der Kinder- und Jugendbeiräte vor. Im kommenden Jahr soll es eine Freizeit geben, „damit wir uns besser kennen lernen.“ Bereits absolviert sind zwei Veranstaltungen zum Thema Kinderrechte. Im Jugendclub Setze wurde mit Kindern gesprochen und gebastelt. Das Ergebnis übergab der KJB Spilling. „Ich finde den Kinder- und Jugendbeirat eine wichtige Sache und werde ihn weiter unterstützen“, versprach dieser. Gern dürfe er auch in seinem Büro tagen.

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