Benefizkonzert für Rumänienhilfe in Arnstadt

Arnstadt (Ilmkreis). Auf ein mitreißendes Benefizkonzert mit der Gruppe "black feet white voices" aus Jena dürfen sich Arnstädter und Gäste am 25. Mai in der Oberkirche freuen. 25 Frauen und Männer unter Leitung von Almut Elsässer werden Gospels, Spirituals und Traditionals, Popsongs und Weltmusik

Arnstadt (Ilmkreis). Auf ein mitreißendes Benefizkonzert mit der Gruppe "black feet white voices" aus Jena dürfen sich Arnstädter und Gäste am 25. Mai in der Oberkirche freuen. 25 Frauen und Männer unter Leitung von Almut Elsässer werden Gospels, Spirituals und Traditionals, Popsongs und Weltmusik singen. Marienstift und Oberkirchenverein laden gemeinsam ein.

"Als wir mit der Vorbereitung begannen, wusste ich noch nicht, dass es der Wahlsonntag ist", sagte gestern Pfarrer Michael Damm bei der Vorstellung der Veranstaltung. Doch er ist optimistisch, dass sowohl das Programm als auch der gute Zweck das Publikum anlocken. Der gesamte Erlös ist für den nächsten Hilfstransport nach Rumänien bestimmt.

Vor dem Konzert wird eingeladen zu Kaffee und Kuchen, zu Bratwürsten und Mitmachaktionen für Kinder. Außerdem sorgen Verkaufsstände unter anderem mit Strickwaren für buntes Markttreiben. Bei dieser Gelegenheit kann sich jeder auch persönlich über das langjährige Hilfsprojekt informieren.

Bereits seit 1992 werden im Herbst mit mehreren Fahrzeugen Rollstühle, Gehhilfen, Pflegebetten, Kleidung und weitere dringend benötigte Hilfsgüter auf den Balkan gebracht. Die Kirchgemeinden des Kirchspieles Schlöben und Weimar-West organisieren diese Fahrten zusammen mit dem Arnstädter Marienstift, das unter anderem kostenlos Fahrzeuge zur Verfügung stellt (TA berichtete).

Pfarrer Damm ist selbst mehrfach mitgefahren und kennt die Not von alten, kranken und behinderten Menschen in Rumänien. Dort kann man inzwischen fast alles kaufen. Doch ein neuer Rollstuhl kostet zwischen 500 und 1000 Euro und wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Ein Behinderter erhält aber nur etwa 90 Euro Rente im Monat, rechnet Damm vor. Hilfsgüter sind deshalb für viele die einzige Chance, um wieder aus dem Haus zu kommen.

Der Behindertenverband in Ploiesti, bei dem es sich um eine Selbsthilfegruppe mit etwa 3000 Mitgliedern in der gesamten Region Brahova handelt, wird staatlich kaum gefördert. Ohne die Hilfe aus Deutschland könnte er nicht arbeiten. Die Männer aus Thüringen, die den Transport begleiten und dafür Urlaub nehmen, sind stets auch beim Verteilen der Hilfsgüter dabei. Sie sehen, dass die Hilfe an der richtigen Stelle ankommt. Außerdem legt der Verband über die Verwendung der Mittel Rechenschaft ab, betont Damm.

Geld wird auch gesammelt, um den Transport selbst weiter finanzieren zu können. Das Benefizkonzert soll dabei helfen.

  • Konzert am 25. Mai 17 Uhr in der Oberkirche Arnstadt; ab 15.30 Uhr Kaffeetrinken, Markttreiben, Mitmachaktionen

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