Den versteckten Dachs entdecken und 14 Meter in die Höhe klettern

Arnstadt (Ilm-Kreis). 14 Schulklassen lernten auf der Alteburg bei den Waldjugendspielen den Forst, seine Tiere und Pflanzen kennen.

Blind durch den Wald zu laufen gehörte auch zu den Aufgaben bei den Waldjugendspielen auf der Alteburg in Arnstadt. Foto: Christoph Vogel

Foto: zgt

14 vierte Klassen aus Arnstadt, Erfurt, Stadtilm und Gotha lernten gestern auf der Alteburg in Arnstadt den dortigen Stadtwald näher kennen. Dazu hatte das Forstamt Erfurt-Willrode extra drei Rundstrecken abgesteckt, wo die Kinder vieles über Tiere und Pflanzen lernen konnten. Das es viel Spaß gab und die Kinder mit Begeisterung bei der Sache waren, zeigten schon das Gewusel und die vielen unüberhörbaren Kinderstimmen am Startpunkt.

„Die Waldjugendspiele werden von unserem Forstamt im Wechsel einmal im Steiger bei Erfurt und einmal auf der Alteburg durchgeführt“, erklärte Martin Simons, Revierleiter Espenfeld, der mit anderen die Kindergruppen vor Ort betreute. Bei den Gruppen, die die Rundstrecken über 3,5 Kilometer Länge mit unterschiedlichen Stationen abliefen, war dann neben der Lehrerin stets auch ein Forstexperte dabei.

Ameisen beschießen Fremdkörper regelrecht

Und da gab es jede Menge zu entdecken und zu erleben. So fanden Viertklässler einen Ameisenhaufen. Die Roten Waldameisen waren sehr aktiv. Unter Anleitung wurde dann vorsichtig ein Zellstofftaschentuch auf den Haufen gelegt. Sofort wehrten sich die Ameisen. „Die Tiere beschießen den Fremdkörper regelrecht mit Säure, dass kann man dann an dem Taschentuch als deutlichen Essiggeruch wahrnehmen“, so Förster Simons.

Ziel der Spiele, die es schon mehr als zwei Jahrzehnte gibt, ist es, Schülern den Wald mit seinen Pflanzen und Tieren sowie die Forstwirtschaft und die Holznutzung überhaupt näher zu bringen. Grundsätzlich bewahrheitet sich auch hier die Regel, dass Kinder aus ländlichen Gebieten mehr Bezug und Wissen zu Natur haben, Stadtkinder weniger, hieß es.

Auch deshalb wurden im Wald Tierpräparate von Fuchs, Dachs oder Singvögeln versteckt, die die Kinder finden und bestimmen mussten. Viel Spaß gab es beim Eierlaufen, wo das Ei gegen einen Baumzapfen getauscht wurde. Am Ziel bekamen die Kinder einen Zweig und mussten sagen, von welchem Baum der Zweig stammt.

Dicht umlagert war auch die 20 Meter hohe Schwarzkiefer am Startpunkt. Denn dort kletterten die ganz Mutigen unter Anleitung von Zapfenpflücker Axel Delle gut gesichert bis in 14 Meter Höhe.

Durch die Unterstützung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Sponsoren war auch die Versorgung der Schüler und Betreuer gesichert. Und für jede Klasse gab es sogar noch einen großen Holzpilz als Geschenk.

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