Dreidimensional durch das Geraberger Thermometermuseum

Geraberg.  Junges Publikum soll angesprochen werden. Schwimmmeister blickt auf schwierige Saison zurück.

Einen virtuellen Rundgang soll es künftig durch das Thermometermuseum in Geraberg geben.

Einen virtuellen Rundgang soll es künftig durch das Thermometermuseum in Geraberg geben.

Foto: Ralf Ehrlich

Einen dreidimensionalen Rundgang durch das Thermometermuseum könnte es bald geben, geht es nach den Vorstellungen von Carmen Rux. Die Leiterin des Museums stellte Mittwochabend das Projekt im Ortsteilrat vor. „Ziel ist es, nicht den Museumsbesuch zu ersetzen, sondern neugierig zu machen“, sagte Rux. Ansprechen will sie damit vor allem das jüngere Publikum, wie Schulklassen. Der virtuelle Rundgang soll auch nicht alles zeigen, was das Museum bietet. Gedacht ist an einen Ausschnitt.

Angeregt hatte die Idee der Museumsverband, so Rux weiter. Nach ersten Angeboten würde das Projekt rund 12.000 Euro kosten. Dass die Idee im Haushaltsplan des Jahres 2021 eine Rolle spielen könnte, sagte Kämmerin Silke Elle. Fördermittel sind beantragt. Sollte eine Zusage erfolgen, wären bis zu 90 Prozent Förderung möglich.

Das Museum ist durch die Coronazeit nicht allzu gut gekommen, sagte die Museumschefin. Anfangs waren die Besucher zurückhaltend. Besonders Touristen haben gefehlt. Als im Sommer wieder mehr Gäste kamen, ist das Problem gewesen, dass nicht mehr als zehn Personen gleichzeitig im Haus sein durften. Da ist es schon zu Wartezeiten von einer halben Stunde gekommen, was nicht immer auf Verständnis stieß, so Rux weiter.

Bilanz zog Markus Bamberg. Der Schwimmmeister des Freibades blickt auf eine schwierige Saison zurück. Hygiene- und Abstandsregeln sorgten wie das Wetter für geringere Besucherzahlen als in den Vorjahren. Es kamen knapp 18.000 Gäste, was einen Umsatz von 40.000 Euro bedeutet. „Nicht gravierend“ bezifferte Bürgermeister Dominik Straube (CDU) die Einnahmeverluste. Er kündigte an, dass im nächsten Jahr in neue Technik investiert wird. Neue Pumpen sollen helfen, die Nebenkosten zu senken.

Der Ortsteilrat beschloss, 2500 Euro an den Heimatverein zu vergeben. Der möchte das Mundloch am Stollen Morgenstern im Jüchnitztal wieder sichtbar machen.